"Terra X History: Unsere Vereine – Mehr als Kegeln und Kaninchen": Fußball ist ja nicht alles – von Gartenzwergen und Demokraten
"Mehr als Kegeln und Kaninchen" – das stabreimt sich wunderbar.
Doch wer hierzulande an Vereine denkt, hat erst einmal Fußball im Sinn, weniger Musik und Kultur.
600.000 Vereine soll es geben.
Wie sind sie entstanden und zu welchem Zweck wurden sie gegründet? "Terra X History" blickt zurück.
"Von wegen spießig: Vereine sind lebendige Zellen unserer demokratischen Gesellschaft", heißt es gleich mal in der Ankündigung der neuen "Terra X History"-Dokumentation.
Wer sich also auf den Gartenzwerg kapriziert und alles Vereinswesen zu belächeln versucht, liegt schief.
Auch mit der Aufzählung der immerhin 86.000 Sportvereine ist es nicht getan, Fußball ist ja auch nicht unser ganzes Leben.
"Terra X" hat auch gemeinnützige Vereine, Kulturelles wie Chöre, Brauchtum und Theater im engeren Blickfeld.
Kleingarten- und Faschingsvereine nicht zuletzt.
Vor Verachtung schützt ein Blick in die Vergangenheit: Von den Zünften des Mittelalters nicht zu reden, hat vor allem Turnvater Jahn im 19.
Jahrhundert große Verdienste.
Damals war gerade das Recht auf Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit eingefordert worden und damit der Stachel gegen eine selbstgerechte Obrigkeit gelöckt.
In der NS-Zeit wurde dieser Patriotismus leider gern gesehen und genutzt, Vereine wurden gleichgeschaltet, Unerwünschte ausgeschlossen.
Dass nach dem Krieg das Vereinswesen neu erblühte, hat auch mit der "Umerziehung" der Besatzer zu tun.
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