Kurz nach Prinzessin Dianas Tod - „Charles klang euphorisch, wie ein Lottogewinner“
London (England) – Die Nachricht von Prinzessin Dianas (†36) Tod versetzte die Welt in Schockstarre. Doch ihr Ex-Mann, der heutige König Charles III. (77), soll in einem Telefonat mit ihrem Bruder Charles Spencer (62) völlig anders geklungen haben. Spencer behauptet, der damalige Thronfolger habe kurz nach dem tödlichen Autounfall geradezu euphorisch gewirkt.
Der „ Daily Mail “ liegt ein neuer Auszug seines Buchs „Swan Song: Diana, meine Schwester“ (erscheint am 22. September) vor. In dem schildert Spencer die dramatischen Stunden nach dem verheerenden Unfall seiner Schwester am 31. August 1997. Er sei mit seinen vier Kindern in Kapstadt gewesen, als ihn mitten in der Nacht die schreckliche Nachricht erreicht habe.
Während Freunde und Angehörige am Telefon bestürzt gewesen seien, sei sein Telefonat mit Charles anders verlaufen. „Im Gegensatz zu meinen anderen Anrufern, die fassungslos und kaum in der Lage waren, ihr Beileid und ihre Hilfsangebote auszudrücken, klang er euphorisch – wie ein Lottogewinner“, schreibt Dianas Bruder.
Charles habe ihm mitgeteilt, dass er William und Harry am Morgen in ihren Schlafzimmern in Balmoral über den Tod ihrer Mutter informiert habe. Spencer kam das „seltsam sachlich“ vor. Rückblickend vermutet er, der damalige Prinz habe möglicherweise bereits daran gedacht, dass Dianas Tod ihm den Weg zu einer Ehe mit Camilla öffnen könnte. Belege für diese persönliche Deutung liefert Spencer nicht. Es handelt sich um seine Erinnerung und seine rückblickende Einschätzung des Telefonats.
Bereits bekannt war Spencers schwerer Vorwurf, Charles habe kurz nach Dianas Tod erbost gesagt: „Wir werden sie bald genug vergessen!“ Auslöser des Streits war die Frage, ob William und Harry hinter dem Sarg ihrer Mutter gehen sollten. Spencer habe dies zunächst entschieden abgelehnt. Als er Charles widersprach, soll dieser wütend geworden sein und der Familie mangelndes Pflichtgefühl vorgeworfen haben.
Der Buckingham-Palast reagierte bereits auf Spencers Erinnerungen und stellte deren Verlässlichkeit indirekt infrage. Der Hof erklärte, Trauer könne „die Vernunft trüben, das Urteilsvermögen beeinträchtigen und die Erinnerung auf eine Weise verfälschen“, die den Betroffenen selbst nicht bewusst sei.
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