Schifffahrt im Norden: Das Hin und Her bei der Schleifähre „Missunde III“
Solarantrieb, Pannen, Rückkauf: Nach monatelangen Ausfällen bei der Schleifähre „Missunde III“ prüft das Verkehrsministerium den Neubau.
Für einige ist die Fähre bereits ein Symbol von Fehlplanungen.
Die Schleifähre „Missunde III“ sollte seit Ende April Reisende und Pendler zwischen Brodersby und Missunde über die Schlei bringen.
Doch seit ihrer Inbetriebnahme wechseln sich Betrieb, Pannen und Ausfälle ab.
Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU) prüft deshalb den Bau einer neuen Fähre. Über weitere Details rund um die Fähre und die Verbindung der Schlei will heute der Wirtschaftsausschuss des Landtages in Kiel beraten.
Das Verkehrsministerium wolle einen Sachstandsbericht liefern.
Ebenso hatten SPD und SSW Berichtsanträge zum Zeitplan und den Konsequenten aus der Pannenserie gefordert.
Die Schleiquerung wird laut dem Verkehrsministerium neben zahlreichen Fußgänger von rund 120.000 Fahrzeugen und 50.000 Fahrrädern jährlich genutzt.
Doch schon vor dem Start der solarbetriebenen Fähre verzögerte sich das Projekt - ein Rückblick.
Verzögerungen schon vor dem Start 2020 war der Bau der „Missunde III“ beschlossen worden, um neue Sicherheitsanforderungen zu erfüllen.
Die solarbetriebene E-Fähre sollte einen klimafreundlichen Betrieb ermöglichen.
Doch technische Probleme verschoben den ursprünglich für Januar 2024 geplanten Start.
So mussten die Anleger umgebaut und die Fähre nachgerüstet werden.
Testfahrten zeigten, dass der 3,9 Millionen Euro teure Neubau bei starkem Wind nicht sicher anlegen konnte.
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