Cold Case von 2015: Zeugen haben gelogen: Polizei sucht neue Hinweise zu Leiche in Autowrack
Anfang 2015 findet eine Joggerin in Nordrhein-Westfalen ein ausgebranntes Auto mit einem Toten.
Nun weiß die Polizei: Damalige Zeugen haben nicht die Wahrheit gesagt.
Fast zwölf Jahre nach dem Fund eines Toten in einem ausgebrannten Auto am Dortmund-Ems-Kanal bei Greven hat die Polizei neue Spuren und Erkenntnisse.
Laut gemeinsamer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft Münster gehen die Ermittler in dem sogenannten Cold Case davon aus, dass Zeugen nach dem mutmaßlichen Mordfall 2015 falsche Aussagen gemacht hatten.
Diese falschen Angaben seien aber jetzt nach mehr als zehn Jahren strafrechtlich verjährt, sodass Polizei und Staatsanwaltschaft hoffen, dass die Betroffenen sich nochmals äußern.
Im Februar 2015 hatte eine Joggerin das ausgebrannte Fahrzeug entdeckt.
Der Tote war ein 44-jähriger Fahrzeughalter aus Greven.
Zwei Männer aus Lengerich und Münster standen im Mittelpunkt der Ermittlungen und kamen wegen des Verdachts auf einen Raubmord in Untersuchungshaft.
Haftbefehle gegen Tatverdächtige wurden aufgehoben Das Oberlandesgericht Hamm aber hatte Zweifel am dringenden Tatverdacht und hob 2015 die Haftbefehle auf.
2017 zeigte die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ... ungelöst“ den Fall.
Zahlreiche Hinweise gingen ein, aber keiner führte zum Durchbruch.
Die Staatsanwaltschaft lobte eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise aus, die bis heute gilt.
Im vergangenen Jahr schaute sich eine Mordkommission der Polizei in Münster den Cold Case , also den ungelösten Fall, erneut an und ermittelte dank neuer Technik und besserer Auswertungsmöglichkeiten neue Ergebnisse.
Daraus würden die Ermittler den Schluss ziehen, dass die Zeugen sich damals „nicht wahrheitsgemäß geäußert“ hätten, heißt es in einer Mitteilung.
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