Archivsensation: Verschollene Nietzsche-Handschrift wieder in Weimar
Es galt lange als verschollen - nun ist ein bedeutendes Manuskript des Philosophen Friedrich Nietzsche wieder Teil der Sammlung in Weimar.
Was das Schriftstück so besonders macht.
Eine lange verloren geglaubte Handschrift des Philosophen Friedrich Nietzsche ist zurück in Weimar .
Die vier Seiten des Manuskripts verfasste Nietzsche (1844-1900) laut Klassik Stiftung Weimar 1888 im Schweizer Bergdorf Sils-Maria.
Darin enthalten sind Vorarbeiten seiner Werke „Götzen-Dämmerung“ und „Der Antichrist“.
Die Papiere zeigen demnach auch Korrekturen, die Nietzsches Arbeitsprozess veranschaulichen. „Mit dieser Handschrift kehrt nach neun Jahrzehnten ein außergewöhnliches Zeugnis von Nietzsches Denken und Schreiben nach Weimar zurück.
Sie schließt eine Überlieferungslücke in unserem Nietzsche-Bestand und eröffnet neue Einblicke in die Entstehung seiner späten Werke“, sagte Christian Hain, Direktor des Goethe- und Schiller-Archivs.
Die zur Klassik Stiftung gehörende Einrichtung verwahrt große Teile des schriftlichen Nietzsche-Nachlasses.
Diesen nahm die Unesco im vergangenen Jahr in ihre Liste des Weltdokumentenerbes auf.
Manuskript galt als verschollen Einst gehörte das Manuskript zur Sammlung des früheren Nietzsche-Archivs in Weimar.
Erich Lübbert, ein Industrieller, der den Ankauf dieser und anderer Handschriften finanziell unterstützt hatte, entschied sich 1936 für dieses Manuskript, als er zum Dank eines auswählen durfte.
Nach seinem Tod blieb die Schrift zwar in Familienbesitz, galt aber jahrzehntelang als verschollen, bis sie 2023 wieder auftauchte.
Schließlich sei sie über den Antiquariathandel für das Goethe- und Schiller-Archiv zurückerworben worden.
Den genauen Betrag teilte die Stiftung nicht mit.
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