Staatsanleihen: Anleihen sind eine nervenschonende Anlage
Seit der Eurokrise waren Euro-Staatsanleihen für den Privatinvestor auf der Suche nach sicherer Rendite kein lohnendes Investment mehr. Das ist eine lange Zeit, damals waren zwischen acht und neun Millionen Deutsche am Finanzmarkt investiert, heute sind es mehr als 14 Millionen. Mindestens fünf Millionen kennen also diese Anleihen als renditeträchtiges Investment gar nicht.
Für diejenigen, die sich vom inversen Verhalten von Kursen und Renditen nicht abschrecken lassen, bietet der Markt zurzeit attraktive Erträge. Er punktet zudem mit einem Versprechen, das Aktieninvestments nicht bieten können: Anleiherenditen stehen ab dem Kauf fest.
Die Papiere bis zur Fälligkeit zu halten, erfordert nicht besonders viel Aufmerksamkeit oder gar Nerven. Aktienkurse können steigen und fallen, das wird immer so sein. Anleihekurse auch. Wer aber einfach auf die Fälligkeit wartet – angenommen, man hat sein Geld einem zuverlässigen Schuldner anvertraut –, der muss nicht nervös auf die Kurse schauen oder über den richtigen Verkaufszeitpunkt nachdenken, wenn sie fallen. Das in Geld aufzuwiegen, ist gar nicht so einfach. Wie viel es einem wert ist, ist die persönliche Entscheidung.
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