JetZero Z4: Nurflügler als Passagiermaschine: Sparsam fliegen – aber ohne Fenster?
JetZero will mit einem fliegenden Flügel die Luftfahrt verändern: weniger Kerosin, Platz für 250 Gäste.
Doch für Passagiere könnte die Reise zum fensterlosen Flug werden.
Die Idee eines fliegenden Flügels ist fast so alt wie die Luftfahrt selbst.
Erste Entwürfe eines Flugzeugs, das nur aus einer Art Rumpf besteht, kamen bereits wenige Jahre nach Otto Lilienthals berühmten Segelflügen auf.
Jetzt, 130 Jahre und einige Militär-Modelle später, versucht die kalifornische Firma JetZero, so eine Maschine als Passagierflugzeug zu entwerfen.
Der Z4 genannte Flieger soll Platz für bis zu 250 Fluggäste haben sowie eine Reichweite von 9000 Kilometern.
Das ist nicht sehr viel, reicht aber für Transatlantikflüge.
In Serie könnte der Z4 im Jahr 2030 gehen.
Das Zulassungsverfahren für Verkehrsflugzeuge läuft bereits – ein Zeichen, dass die Schwelle vom Experiment zur kommerziellen Produktion überschritten wird.
Nurflügler könnte die Hälfte an Kerosin einsparen Der Clou an der schlanken, „Blended-Wing-Body“ genannten Flugzeugform ist der Kerosinverbrauch: Der wird durch den geringeren Luftwiderstand deutlich reduziert.
JetZero rechnet mit Einsparungen von bis zu 50 Prozent gegenüber konventionellen Konstruktionen.
Angesichts steigender Kerosinpreise und ehrgeizigerer Klimaziele klingen solche Zahlen für Airlines interessant.
JetZero spricht bereits mit einer Reihe von Fluggesellschaften, bislang zeigt Gulf Air aus Bahrain als erster Abnehmer Interesse an dem Nurflügler.
Wie viele Flugzeuge das Unternehmen vorbestellt hat, ist noch unklar.
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