Todesstrafe: Militärhinrichtung in USA soll per Livestream gezeigt werden
Erstmals seit 65 Jahren wollen die USA eine Militärhinrichtung durchführen und zwar öffentlich, wie der Pentagonchef sagt.
Es wäre die erste öffentliche Exekution im Land seit fast einem Jahrhundert.
Die Anfang Dezember geplante Erschießung eines zum Tode verurteilten Attentäters auf einem Militärstützpunkt im US-Bundesstaat Texas soll per Livestream übertragen werden.
Das bestätigte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth auf der Plattform X.
Der Pentagon-Chef hatte Stunden zuvor bereits gesagt, dass die von Präsident Donald Trump genehmigte Hinrichtung eines früheren Psychiaters des US-Heeres durch ein Erschießungskommando öffentlich stattfinden solle.
Man werde dafür sorgen, dass Menschen die Hinrichtung von Nidal Hasan , der der 2009 ein Massaker auf einem Militärstützpunkt verübte, öffentlich beobachten könnten, sagte Hegseth dem rechtskonservativen US-Sender Real America's Voice. „Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben.“ Sollte es tatsächlich zu der Exekution kommen, wäre es laut dem Death Penalty Information Center die erste Militärhinrichtung in den USA seit 65 Jahren - und die erste Exekution durch ein Erschießungskommando des US-Militärs seit dem Zweiten Weltkrieg.
Hegseth betonte, dass Soldaten mit Gewehren die Hinrichtung durchführen sollen. „Seit dem Zweiten Weltkrieg haben wir das nicht mehr gemacht.
Nun, mir gefällt irgendwie die Mentalität, die wir im Zweiten Weltkrieg hatten“, sagte er.
Die Exekution ist für den 3.
Dezember auf dem Militärstützpunkt Fort Hood in Texas geplant.
Der damalige Militärpsychiater Hasan hatte dort 13 Menschen getötet und 32 verletzt.
Hinrichtungen in den USA aktuell besonders im Fokus Trump hatte Hasans Hinrichtung erst vor Kurzem genehmigt - wenige Tage nachdem im US-Bundesstaat Tennessee ein Hinrichtungsversuch gescheitert war.
Der wegen Mordes verurteilten Christa Pike wurden nach Angaben der Behörden zwei Dosen des Mittels Pentobarbital verabreicht, doch sie lebte weiter.
Der Fall hat die Debatte um die Todesstrafe in den USA neu entfacht.
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