Staatsbürgerschaft: Einbürgerung in Thüringen: Wartezeiten variieren
Seit der Reform 2024 ist die Zahl der Einbürgerungsanträge in Thüringen deutlich gestiegen.
Wie lange es dauert, bis man deutscher Staatsbürger wird, hängt von mehreren Faktoren ab.
Wie lange Menschen in Thüringen auf eine Einbürgerung warten, unterscheidet sich je nach Wohnort teils erheblich.
Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter Landkreisen und kreisfreien Städten.
Im Landkreis Sonneberg etwa beträgt die durchschnittliche Bearbeitungsdauer von der Antragstellung bis zur Einbürgerung nach eigenen Angaben 10 bis 15 Monate.
In Suhl ist es ein Jahr, in Weimar und im Eichsfeld liegt der Schnitt bei 18 Monaten.
In Gera, Greiz und im Altenburger Land vergehen rund anderthalb bis zwei Jahre.
Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle.
Das Landratsamt des Weimarer Lands teilte mit, dass das Verfahren innerhalb von drei Monaten abgeschlossen oder sich etwa aufgrund fehlender Unterlagen auch über mehrere Jahre ziehen könne.
Zu Verzögerungen kommt es laut Landratsamt Saalfeld-Rudolstadt unter anderem durch Sicherheitsanfragen bei Behörden oder das Prüfen von Dokumenten wie Sprachzertifikaten.
Von der Stadt Erfurt heißt es, dass die Wartezeiten je nach Einzelfall variieren - aufgrund der hohen Antragszahlen dauere es aber mindestens mehrere Monate. „Bundesweit, so auch in Erfurt, haben die Einbürgerungsbehörden mit großen Antragsrückständen, hohen Antragszahlen und somit sehr langen Warte- und Bearbeitungszeiten zu kämpfen“, hieß es aus der Landeshauptstadt.
Sowohl für die Antragsteller als auch für die Behörde sei die derzeitige Situation unbefriedigend.
Rekordzahl bei Einbürgerungen In Thüringen wurden nach Angaben des Landesamts für Statistik im vergangenen Jahr 3.683 Menschen eingebürgert - das war ein Höchstwert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2000.
Die Steigerung im Vergleich zu 2024 betrug 39 Prozent.
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