Tarifstreit um Löhne: Hafenarbeiter bestreiken sechs deutsche Seehäfen
Containerterminals in Hamburg und Bremerhaven verbinden Deutschland mit der Welt - normalerweise.
Doch am Dienstag behindert ein Warnstreik den Umschlag.
Bringen neue Verhandlungen einen Durchbruch? Ein Warnstreik von Hafenarbeitern hat am Dienstag den Umschlag in den drei wichtigsten deutschen Containerhäfen Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven verlangsamt und teils gestoppt.
Auswirkungen gab es auch auf die Seehäfen Bremen, Emden und Brake, in denen vor allem sogenannte Stück- und Massengüter umgeschlagen werden.
Die Warnstreiks in Hamburg , Bremerhaven und Wilhelmshaven begannen nach Gewerkschaftsangaben bereits am Montagabend.
In den anderen Häfen traten die Hafenarbeiter demnach am Dienstagmorgen in den Warnstreik.
In Hamburg versammelten sich nach Schätzung einer Gewerkschaftssprecherin ungefähr 2.100 Hafenarbeiter zu einer Kundgebung.
Zu dem Warnstreik aufgerufen hatte die Gewerkschaft Verdi .
Sie fordert von dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), dem zuständigen Arbeitgeberverband aus Hamburg, einen dritten Verhandlungstermin und ein neues Angebot.
Der ZDS reagierte am Dienstag: Hauptgeschäftsführer Florian Keisinger kündigte an, dass die Verhandlungen nächsten Montag und Dienstag in Hamburg fortgesetzt werden sollen.
Verdi-Verhandlungsführerin Sylvi Krisch nahm das Angebot an. „Die Streiks haben Wirkung gezeigt, das ist gut“, sagte sie.
Seehäfen sind Häfen, die von Seeschiffen - beispielsweise großen Containerschiffen - angelaufen werden.
Die Häfen sind von volkswirtschaftlicher Bedeutung, da über sie große Teile des Außenhandels, vor allem mit Drittstaaten wie China, abgewickelt werden.
Warnstreiks behindern Umschlag Die Warnstreiks hatten am Montagabend und am Dienstag Auswirkungen auf den Güterumschlag, wie Unternehmen berichteten.
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