Brotstreit: Zehn Gramm zu wenig - Bäcker muss 15.000 Euro investieren
Ein Kunde beschwert sich über ein zu leichtes halbes Brot.
Das hat teure Folgen für den Bäckermeister.
Jetzt muss jede Scheibe gewogen werden.
Macht die Regelung die Kunden glücklich? Zehn Gramm zu wenig Brot - das hat den Bäckermeister Matthias Breitner aus dem oberbayerischen Pfaffenhofen an der Ilm am Ende rund 15.000 Euro gekostet.
Nicht eine etwa wegen einer Strafe - aber für neue Präzisionstechnik.
Zuerst hatten mehrere Medien darüber berichtet.
Ein Kunde hatte ein halbes Brot gekauft - für 2,40 Euro, den halben Preis des ganzen Laibs.
So wie es in dem Familienbetrieb seit mehr als 60 Jahren gehandhabt wurde, wie Breitner erklärt.
Zu Hause wog der Kunde nach. „Er kam in den Laden, hat sich furchtbar aufgeregt: Er will für sein Geld die richtige Menge haben.“ Der Verkauf habe sich nicht mehr zu helfen gewusst und ihn als Chef dazugeholt.
Kunde droht erbost mit Konsequenzen Er habe das nicht so ernst genommen und dem Kunden gesagt: „Manchmal gewinnt man, manchmal verliert man.“ Heute sagt Breitner: „Das war mein Fehler.
Ich hätte ihm einfach ein Brot schenken sollen.“ Dann wäre die Sache wahrscheinlich erledigt gewesen.
Doch der Kunde verließ den Laden erbost mit den Worten: „Das wird Konsequenzen haben.“ Zudem sei dann noch eine anonyme E-Mail mit der Beschwerde gekommen.
Das war im September vergangenen Jahres.
Wochen später stand das Eichamt vor der Tür.
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