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Syrien als Bühne für den Konflikt zwischen Israel und der Türkei

Deutsche Welle ·

Immerhin sprachen sie wieder miteinander: Auf US-Vermittlung trafen sich am Wochenende syrische und israelische Vertreter in Jordanien, erstmals seit Monaten wieder. Die Gespräche sollten nach den jüngsten israelischen Angriffen auf syrisches Territorium die Lage entschärfen und verhindern, dass die Spannungen zwischen Israel und der Türkei endgültig auf Syrien übergreifen.

Auslöser war der israelische Angriff auf den Militärflugplatz Abu al-Duhur in der Provinz Idlib am 18. August. Er traf nach syrischen Angaben Startbahn und Lageranlagen; Tote gab es nicht. Israel erklärte, Syrien habe eine frühere sicherheitspolitische Verständigung verletzt oder zu verletzen gedroht, indem es türkischen Truppen die Nutzung des Flugplatzes ermöglichen wollte. Damaskus und Ankara wiesen die Vorwürfe zurück.

Bemerkenswert: Die USA kritisierten den Angriff ihres Partners Israel als "unnötige Eskalation" und stärkten damit - zumindest rhetorisch - recht deutlich ihre beiden anderen Partner in Ankara und Damaskus.

Sicher ist, dass Israel eine mögliche türkische Militärpräsenz in Syrien als rote Linie betrachtet. Ob eine Stationierung längerfristig geplant ist oder sogar unmittelbar bevorstand, ist ungeklärt. Handfeste Beweise liegen öffentlich nicht vor. Aber auch schon im Frühjahr 2025 berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf anonyme Quellen, die Türkei habe mindestens drei Luftwaffenstützpunkte in Syrien inspiziert, an denen sie im Rahmen eines geplanten gemeinsamen Verteidigungspakts möglicherweise Truppen stationieren wollte. Es gab auch damals bereits israelische Luftangriffe.

Die als Israel-nah geltende US-Denkfabrik "Foundation for Defense of Democracies" (FDD) begründet den Angriff so: Israel fürchte, Ankara könne seine Präsenz in Syrien "als Plattform nutzen, um Israel unter Druck zu setzen oder zu bedrohen".

Für Bente Scheller, Syrien-Expertin der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung, greift diese Erklärung zu kurz. "Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass tatsächlich türkische Truppen dort stationiert werden sollten", meint die deutsche Expertin. Womöglich verfüge Israel zwar über eigene Erkenntnisse. Doch müsse man den Angriff vor dem Hintergrund der gesamten israelischen Syrien-Politik sehen - und der wachsenden regionalen Rolle der Türkei.

Marcus Schneider, Experte der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in Beirut, sieht ein Ringen um Macht und Einfluss in Syrien und darüber hinaus: Hinter dem Angriff verberge sich vor allem die Frage, welche militärische Ordnung künftig in Syrien entstehe. Israel wolle Syrien schwach halten, da ein souveräner Staat, der seinen Luftraum selbst kontrolliere, Israels militärische Handlungsfreiheit einschränken würde. "Der Angriffskorridor gegen Iran führt durch Syrien", sagt Schneider. Ein souveränes Syrien könne Israel deshalb strategisch behindern.

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Nach dem 7. Oktober sei Israels gestiegenes Sicherheitsbedürfnis nachvollziehbar, sagt Bente Scheller.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.dw.com — der Inhalt gehört Deutsche Welle.

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