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Am Flughafen verhaftet - Planten sie Selbstmord-Attentat in Deutschland?

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Am Flughafen verhaftet - Planten sie Selbstmord-Attentat in Deutschland?

Frankfurt – Seit Dienstag müssen sich zwei Deutsche vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Die zwei in Kassel (Hessen) geborenen Männer sollen laut Staatsanwaltschaft Frankfurt geplant haben, sich bei der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an Waffen ausbilden zu lassen. Ihnen wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Sie wollten als „Märtyrer der islamistischen Ideologie“ sterben, so die Anklage. Die Festnahmen erfolgten direkt am Abflug-Gate.

Monatelang wurden sie laut Staatsanwaltschaft observiert, sollen konkrete Anschlagspläne in Deutschland diskutiert haben.

Edis Z. (27) und Jiyan K. (19) besitzen seit Jahren „eine starke Sympathie für den sogenannten ‚Islamischen Staat‘ “ (IS), so die Staatsanwaltschaft. Beide jungen Männer haben den deutschen Pass. Edis Z. ist geschieden, hat eine Tochter (4). Er arbeitete bei VW, bei der Müllabfuhr und bei Siemens. Jiyan K. ist nach islamischem Recht verheiratet. Beide sitzen aktuell in Untersuchungshaft.

Spätestens seit Januar 2023 soll Edis Z. (27) demnach den Plan gehabt haben, als Märtyrer der islamistischen Ideologie zu sterben. Dafür wollte er sich im Ausland einer bewaffneten, islamistischen Gruppierung anschließen. Sein Plan: Er wollte in Deutschland einen Selbstmordanschlag begehen, entweder durch einen Sprengstoffgürtel oder mithilfe eines Autos, so die Anklage.

Z. soll sich 2025 mit seinem Kompagnon Jiyan K. konkret auf eine Ausreise in ein islamisches Land vorbereitet haben. Edis Z. buchte einen Flug von Hannover nach Beirut ( Libanon ), von dort wollte er mit dem Taxi nach Damaskus. Jiyan K. kaufte für sich und seine Freundin, die gesondert verfolgt wird, Flugtickets von Stuttgart nach Hatay ( Türkei ), von dort sollte es weiter nach Idlib (Syrien) gehen. Laut Staatsanwaltschaft wollten sie sich an Schusswaffen ausbilden lassen, anschließend an Kampfhandlungen bzw. „den Tötungen anderer Menschen teilnehmen“.

Edis Z. wurde noch vor Abflug am Flughafen Hannover, Jiyan K. am Flughafen Stuttgart festgenommen, als sie gerade an den Abfluggates standen.

Edis Z. sagte jetzt vor Gericht aus, dass er nicht vorgehabt habe, nach Deutschland zurückzukehren: „Ich wollte ein besseres Leben.“ Er sei seiner Familie mit seiner Religion auf die Nerven gegangen: „Ich war damals sehr enthusiastisch, in meiner Blase gefangen.“ Nach der Trennung von seiner Frau habe er sich immer mehr radikalisiert: „Heute schäme ich mich dafür. Ich war radikalisiert und frustriert.“ Und Z. will glaubhaft machen: „Ich hatte keinen konkreten Plan für einen Anschlag in Deutschland.“ Im Zuschauerraum sitzt währenddessen seine Mutter. Immer wieder wischt sie sich Tränen aus den Augen. „Ich habe meiner Familie und mir damit nur geschadet“, sagt Z. mit dem Blick zu seiner Mutter.

„Nach der Haft will ich nur die Stirn, die Hand und die Füße meiner Mutter küssen. Ich will wieder ein normales Leben, arbeiten.“ Er wolle dauerhaft in Deutschland bleiben, sagt Z. abschließend: „Ich kann hier in Deutschland am besten meine Religion ausleben.“ Das Urteil soll im Oktober fallen.

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