Lichtkunst: Festival regt zu neuem Umgang mit Leerstand in Städten an
Das Festival „Light Our Vision“ will mit Lichtkunst Impulse für die Stadtentwicklung setzen.
Dazu nimmt es sich dieses Jahr dem Thema Leerstand an - mit einem markanten DDR-Bau im Herzen von Chemnitz.
Das ehemalige Hotel Congress im Zentrum von Chemnitz ragt fast 100 Meter in die Höhe und zählt zu den markantesten Gebäuden der Stadt.
Zumindest äußerlich wird es nun beim Lichtkunstfestival „Light Our Vision“ neu zum Leben erweckt.
Das einstige Vorzeige-Hotel steht seit Jahresbeginn leer und harrt einer neuen Nutzung.
Es gehe darum, mit solchen Wunden im Stadtbild kreativ umzugehen, erklärt Linda Hüttner vom Verein Baukultur für Chemnitz.
Der Verein richtet das Festival vom 17. bis 19.
September aus, unterstützt von der kommunalen Veranstaltungsagentur C3.
Vorgesehen sei, interaktiv Lichtkunst an die Fassade zu projizieren, die Besucher selbst steuern können, sagt Hüttner.
Dabei werde auf Klassiker aus der Welt der Computerspiele zurückgegriffen.
Auch andere Orte in der Innenstadt warten mit Lichtkunst auf.
Geplant ist etwa ein Lichterlabyrinth in Zusammenarbeit mit der Mozart-Gesellschaft auf dem Jakobikirchplatz und eine Lasershow auf dem Düsseldorfer Platz.
Bauwerke werden in der Dämmerung neu in Szene gesetzt Das Festival habe Anziehungskraft weit über die Stadt hinaus entwickelt, konstatiert Oberbürgermeister Sven Schulze (SPD).
Die Besonderheit im Vergleich zu ähnlichen Angeboten in anderen Städten sei, dass gezielt Themen der Stadtentwicklung aufgegriffen würden - auch unbequeme. „Wir wollen das verstetigen“, erklärt Schulze auch mit Blick auf die nächstes Jahr geplante „Unseen Biennale“ als Nachfolgeprojekt des Kulturhauptstadtjahres 2025.
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