Ernährungsform im Vergleich - Welche Diät das Leberfett am stärksten reduziert
Zehn Prozent weniger Gewicht – aber macht es für den Körper einen Unterschied, ob die Kilos mit Keto, Mittelmeer-Kost oder fettarmer Ernährung verschwinden? Das hat eine aktuelle Studie untersucht.
Forscher haben genau das bei Menschen mit Adipositas , Fettleber und einer Vorstufe von Typ-2-Diabetes untersucht. Das Entscheidende: Alle sollten ungefähr gleich viel abnehmen. 55 Teilnehmer wurden zufällig einer der drei Ernährungsformen zugeteilt. 42 beendeten die Studie, jeweils 14 pro Diät . Sie verloren im Schnitt rund zehn Prozent ihres Körpergewichts. Das dauerte durchschnittlich etwa fünf Monate.
Die Unterschiede zeigten sich vor allem in der Leber . Mit Keto sank das Leberfett um 67 Prozent. Bei Mittelmeer-Kost und der sehr fettarmen, überwiegend pflanzlichen Ernährung waren es jeweils 45 Prozent.
Auch die Wirkung von Insulin in der Leber verbesserte sich mit Keto zwei- bis dreimal so stark. In den Muskeln dagegen waren alle drei Ernährungsformen ähnlich erfolgreich: Dort verbesserte sich die Insulinwirkung durch das Abnehmen um etwa 50 Prozent.
Auch beim Blutzucker gab es Unterschiede. Der über den Tag gemessene Wert sank mit Keto um 20 Prozent, bei den beiden anderen Ernährungsformen jeweils um 8 Prozent. Die Insulinwerte gingen mit Keto um 74 Prozent zurück, mit Mittelmeer-Kost um 44 Prozent und mit der sehr fettarmen Ernährung um 27 Prozent.
Bei 50 Prozent der Keto-Teilnehmer war die Diabetes-Vorstufe nach dem Abnehmen verschwunden. Bei Mittelmeer-Kost waren es 29 Prozent, bei der sehr fettarmen Ernährung 7 Prozent.
Beim LDL-Cholesterin und beim Blutdruck war Keto dagegen nicht überlegen. Auch bei Apolipoprotein B (ein Eiweiß, das mit dem Cholesterin-Risiko zusammenhängt) und den über den Tag gemessenen Triglyceriden gab es keine bedeutsamen Unterschiede.
Ein wichtiger Haken: Die Studie war mit 42 Teilnehmern klein. Zudem war die Keto-Diät sehr streng. Bei 2000 Kilokalorien kamen nur 20 Gramm Kohlenhydrate pro Tag auf den Teller. Offen bleibt deshalb, ob eine weniger strenge Variante ähnliche Effekte hätte.
Finanziert wurde die Studie von den US-amerikanischen National Institutes of Health und der Foundation for Barnes-Jewish Hospital. Studienleiter Samuel Klein gab zudem finanzielle Verbindungen zu mehreren Pharmaunternehmen an.
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