Korruptionsprozess: Korruption bei Straßenreinigung: Angeklagter gibt alles zu
Als Mitarbeiter der Wuppertaler Straßenreinigung soll er Schmiergeld kassiert, betrogen und gefälscht haben.
Als Angeklagter hat er nun alles gestanden - und erklärt, wie es dazu kam.
Ein Angeklagter hat vor Gericht Korruption , Betrug und Urkundenfälschung in seiner Tätigkeit als Betriebsaufsicht bei der Wuppertaler Straßenreinigung zugegeben. „Meine Spielsucht hat mein Handeln bestimmt.
Das führte zu einer Kette vieler Fehlentscheidungen“, gestand der 39-Jährige beim Prozessauftakt am Wuppertaler Amtsgericht.
Er übernehme die volle Verantwortung für die Taten.
Eine erblich bedingte Autoimmunkrankheit habe ihn in eine tiefe seelische Krise getrieben.
Aus dieser Krise sei er wiederum in die Spielsucht gerutscht.
Er habe das Vertrauen seines Arbeitgebers missbraucht, sei aber entschlossen, künftig ein ehrliches Leben zu führen.
So habe er sich bemüht, den Schaden wiedergutzumachen.
Dafür habe er sein Haus verkauft.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm zahlreiche Fälle von Bestechlichkeit, Betrug und Urkundenfälschung vor.
Er habe als Betriebsaufsicht bei der Straßenreinigung seine Aufgabe missbraucht, Rechnungen von Fremdfirmen zu prüfen, sagte die Staatsanwältin. „Provision“ für Aufträge verlangt Von Garten- und Landschaftsbauern habe er „Provision“ für weitere Aufträge verlangt.
Diese hätten das Schmiergeld auf die Rechnungen aufgeschlagen, die sie bei dem städtischen Betrieb einreichten.
Deren sachliche Richtigkeit habe der Angeklagte dann selbst bescheinigt.
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