Votum auf Landesparteitag: CDU Thüringen stellt sich hinter Parteichef Voigt
Thüringens Ministerpräsident Voigt nimmt eine erste Hürde im politischen Konflikt um seinen aberkannten Doktortitel. Die eigenen Reihen statten ihn mit einem soliden Ergebnis beim Parteitag aus. Am Freitag will dann die AfD zum Regierungssturz ansetzen.
Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt steht weiterhin an der Spitze der CDU in dem ostdeutschen Bundesland. Der 49-Jährige, der nach der Aberkennung seines Doktortitels politisch unter Druck steht, bekam auf einem Landesparteitag in Eisenach 82,4 Prozent der abgegebenen Stimmen. Er hatte keinen Gegenkandidaten. Vor vier Jahren, als er zum ersten Mal zum Parteivorsitzenden gewählt worden war, hatte Voigt 84,6 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten. Voigt ist seit 2022 Landesvorsitzender der CDU Thüringen und seit 2024 Regierungschef einer Koalition mit SPD und BSW.
Die Debatte um seinen Doktortitel sorgt zudem für neue Schärfe im internen Streit zwischen Bundesspitze und Landesverband beim Koalitionspartner BSW. Der Bundesvorstand forderte den Landesverband auf, Voigt als Ministerpräsidenten nicht länger zu stützen und die Koalition zu verlassen. Die BSW-Landtagsfraktion und der Landesvorstand lehnten dies mit großer Mehrheit ab. Zugleich wurde die Einberufung eines außerordentlichen Sonderparteitags beschlossen.
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