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Das Gift-Tier versteckte sich in der Jacke - Urlauberin am Flughafen von Skorpion gestochen

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Das Gift-Tier versteckte sich in der Jacke - Urlauberin am Flughafen von Skorpion gestochen

Düsseldorf (NRW) – Schockmoment bei der Einreise nach Deutschland. Eine 52-jährige Frau ist am Flughafen Düsseldorf von einem Skorpion gestochen worden. Weil zunächst unklar war, wie gefährlich der Stich werden könnte, wurde sie zur weiteren Behandlung in die Universitätsklinik gebracht.

Zu dem ungewöhnlichen Vorfall kam es, „als die Frau am Freitag aus dem Mittelmeerraum zurück nach Deutschland reiste“, erklärte ein Sprecher der Feuerwehr am Samstag gegenüber BILD. Nach ersten Erkenntnissen hatte sich der Skorpion in ihrer Jacke versteckt. Als sie diese dann anziehen wollte, stach das Tier plötzlich zu. An welchem Körperteil die Frau verletzt wurde, konnte der Sprecher nicht sagen.

Die 52-Jährige wurde durch den Rettungsdienst des Flughafens Düsseldorf versorgt. Zeitgleich alarmierte die Feuerwehr einen Reptilien-Experten, der das Tier einfing und bestimmte. Dabei stellte sich heraus, dass es sich um einen rund acht Zentimeter großen Gelben Mittelmeerskorpion (Leiurus quinquestriatus), auch Gelber Fünfstreifen-Skorpion genannt, handelt.

Der zählt zu den giftigsten Skorpionen weltweit. Sein Gift zählt zu den stärksten Nervengiften (Neurotoxine) im Tierreich. Zwar ist ein Stich für einen gesunden Erwachsenen meist nicht tödlich, doch für Kinder, ältere oder schwache Personen kann er lebensgefährlich sein.

Die Frau wurde mit einem Rettungswagen des Flughafens in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Nach Abstimmung zwischen einem Notarzt, der Giftnotrufzentrale, dem Reptilien-Experten und dem Krankenhaus entschied man sich, die Patientin zur weiteren Versorgung ins Universitätsklinikum zu verlegen.

Der Gelbe Mittelmeerskorpion ist in Nordafrika, der Türkei und auf der Arabischen Halbinsel verbreitet. Kurios: Das Sekret des Kriechtiers ist extrem wertvoll. Ein Liter seines Giftes kostet mehrere Millionen Euro – vor allem, weil es schwer zu gewinnen ist und für teure medizinische Behandlungen (u.a. Tumor-Krankheiten) eingesetzt werden kann.

Der eingefangene Skorpion wurde durch die Feuerwehr an einen Reptilienzoo abgegeben.

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