Kelly Osbourne über Gewichtsverlust - „Ich sah aus wie ein Gruftwächter“
London (Großbritannien) – Nach außen versuchte Kelly Osbourne (41), Haltung zu bewahren. Doch der Tod ihres Vaters Ozzy (†76) im Juli 2025 hatte sie so schwer getroffen, dass sie zeitweise kaum noch essen konnte. Bilder ihres drastischen Gewichtsverlusts gingen um die Welt. Wie stark sie abgenommen hatte, erkannte sie selbst jedoch erst durch ein Foto im Rahmen der Grammy Awards Anfang Februar.
„Ich sah aus wie ein verdammter Gruftwächter“, sagt Kelly jetzt der „ Mail on Sunday “ und spricht über ihr Befinden. Als sie das Foto sah, habe sie nur gedacht: „Das ist beängstigend. Ich wusste nicht, dass ich so aussehe.“
Bei den Grammys wurde an das musikalische Vermächtnis ihres Vaters erinnert. Kelly wollte unbedingt dabei sein, um ihre Mutter Sharon (73) zu unterstützen und Ozzy zu ehren. Gleichzeitig hatte sie Sorge, dass sich die Aufmerksamkeit auf ihr Aussehen statt auf ihren Vater richten könnte. Deshalb griff sie zu einem ungewöhnlichen Mittel: „Ich trug eine Perücke, um mein Gesicht zu verdecken, damit man nicht sehen konnte, wie eingefallen meine Wangenknochen wirklich waren.“ Auch ihre Stylisten versuchten damals, Outfits zu finden, die sie nicht noch dünner erscheinen ließen. „Wenn ich ehrlich bin, denke ich heute, dass ich nicht hätte hingehen sollen. Mir ging es nicht gut.“
Freunde und Familienmitglieder hätten sie mehrfach auf ihren Zustand angesprochen. „Ich konnte nicht sehen, was andere Menschen gesehen haben, weil ich so große Schmerzen hatte“, sagt sie. „Ich habe nur einen gebrochenen Menschen gesehen.“ Nach Ozzys Tod habe allein der Gedanke ans Essen Übelkeit ausgelöst. „Du bist von so viel Schmerz erfüllt, dass sich das Hungergefühl gar nicht erst meldet.“
Trotz ihrer eigenen Trauer habe sie versucht, ihren Sohn Sidney (3) aus dem Leid herauszuhalten. Sobald er den Raum betreten habe, sei sie zur „lustigen Mama“ geworden. Vor ihrem Sohn habe sie nie geweint, erzählt Kelly . Heute besucht Sidney mit ihr nach ihren Angaben noch immer regelmäßig das Grab seines Großvaters, legt dort eine Feder ab und erzählt von seinem Tag im Kindergarten.
Künftig möchte Kelly ihre Erfahrungen öffentlich aufarbeiten. Geplant ist eine dreiteilige Dokumentation über Trauer und psychische Gesundheit . Dort will sie über die Zeit nach dem Tod ihres Vaters sprechen. Der Verlust hat sie verändert. „Die Person, die ich war, bevor mein Vater starb, ist tot. Diese Person existiert nicht mehr.“
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