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Naturwunder in Ungarn - Das Geheimnis um den größten Thermalsee der Erde

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Naturwunder in Ungarn - Das Geheimnis um den größten Thermalsee der Erde

Wer am Balaton Urlaub macht, stößt nur eine Stunde entfernt auf ein wahres Naturwunder: den Hévíz-See. Das Gewässer in Ungarn gilt als größter natürlicher und biologisch aktiver Thermalsee der Welt. Seit mehr als 2000 Jahren kommen Menschen wegen seines mineralhaltigen Wassers zum Baden und Kuren.

Der See entstand vor rund 22.000 Jahren durch vulkanische Aktivität. Mit einer Fläche von mehr als 46.000 Quadratmetern zählt er zu den bekanntesten Naturattraktionen des Landes. Besonders außergewöhnlich: Im Winter hat das Wasser etwa 24 Grad, im Sommer kann es bis zu 36 Grad warm werden.

Lange blieb unklar, warum das Wasser des Hévíz-Sees das ganze Jahr über so warm ist. Erst Taucher fanden die Erklärung in einer unterirdischen Höhle unter dem Gewässer, wie TRAVELBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer) berichtet.

Dort entspringen gleich zwei Quellen mit unterschiedlichen Temperaturen. Eine liefert Wasser mit 26,3 Grad, die andere mit 41 Grad. Durch die Vermischung beider Ströme entsteht die für Badegäste angenehme Temperatur, die im Winter etwa 24 Grad beträgt, im Sommer bis zu 36 Grad.

Sein Wasser entstammt einer Quelle aus mehr als 38 Metern Tiefe, von wo es mit einer Fließgeschwindigkeit von 410 Litern pro Sekunde heraussprudelt. Täglich kommen so etliche Millionen Liter an die Oberfläche, was für einen erstaunlichen Effekt sorgt. Das Wasser des Sees tauscht sich nämlich einmal alle 72 Stunden komplett aus.

Zum Ruf des Sees trägt auch sein mineralreicher Heilschlamm bei. Er enthält unter anderem Calcium, Magnesium, Schwefel, Eisen und Natrium. Das Thermalwasser wird vor allem bei rheumatischen Beschwerden, Erkrankungen des Nervensystems und Stoffwechselstörungen geschätzt.

Rund um den See entstanden im Laufe der Jahrhunderte zahlreiche Legenden. Eine berichtet von einem gelähmten Jungen, der nach einem Bad geheilt worden sein soll. Eine andere schreibt die Entstehung des Gewässers dem Teufel zu.

Trotz seines guten Rufs eignet sich das Baden nicht für jeden. Wegen des Schwefel- und Radon-Gehalts sollten Schwangere sowie Menschen mit Herzkrankheiten, bösartigen Geschwülsten, akuten Entzündungen, Asthma oder Leber- und Gallenbeschwerden vorab ärztlichen Rat einholen. Der Hévíz-See ist ganzjährig geöffnet. Eine 3-Stunden-Karte kostet derzeit 4500 Forint, eine Tageskarte 7500 Forint.

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