Statistik: Baufirmen erleben Umsatzplus – Wohnungsbau schwächelt
Mehr Erlöse, weniger Auftragseingänge, mehr Beschäftigte – wie haben sich hessische Bauunternehmen im ersten Halbjahr entwickelt? Hessens Bauhauptgewerbe hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt ein Umsatzplus verbucht – nicht aber im einzelnen Bereich Wohnungsbau.
Die Gesamterlöse stiegen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 um 4,3 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt in Wiesbaden mitteilte.
Im Wohnungsbau sanken die Umsätze dagegen um 9,2 Prozent auf 506 Millionen Euro – bei Zuwächsen im gewerblichen, öffentlichen und verkehrlichen Bau.
Weniger Aufträge, mehr Mitarbeiter Die Auftragseingänge im hessischen Bauhauptgewerbe gingen laut den Statistikern um 2,2 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zurück.
Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stieg dagegen um 4,8 Prozent auf rund 209.000.
Die Statistik berücksichtigte nur Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten.
Die Grünen-Opposition im Wiesbadener Landtag erklärte mit Blick auf den Wohnungsbau: „Steigende Baukosten und hohe Zinsen führen dazu, dass Bauvorhaben zurückgestellt oder Aufträge sogar storniert werden.“ Hinzu kämen inzwischen „die Folgen des klimawandelbedingten Niedrigwassers auf Hessens Wasserstraßen: Baustoffe, die normalerweise mit dem Schiff transportiert werden, können dadurch zusätzlich verteuert werden.“ Mitteilung
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