Rock im Park und am Ring: Kosten, Chaos und die Zukunft der Zwillings-Rockfestivals
Entwicklungen bei Künstlergagen und Wetterextreme fordern die Zwillingsfestivals Rock am Ring und Rock im Park heraus.
Veranstalter Matt Schwarz eröffnet einen Blick hinter die Kulissen.
Steigende Kosten in vielen Bereichen sieht der Veranstalter von Rock am Ring und Rock im Park als aktuell größte Herausforderung für die Zwillingsfestivals in Rheinland-Pfalz und Bayern. „Die enorme Kostendynamik in der Live-Branche - allen voran bei den Künstlergagen“, hab Matt Schwarz im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dabei besonders hervor.
Schwarz ist Geschäftsführer von PRK Dreamhaus und Veranstalter von Rock am Ring und Rock im Park.
Die Gagen-Erwartungen internationaler Top-Acts seien in den vergangenen Jahren massiv gestiegen, sagte Schwarz.
Zudem setzten viele große Acts stärker auf eigene Stadion- und Arena-Tourneen.
Das mache das Festival-Booking anspruchsvoller und kostspieliger.
Trotz der Kosten wolle der Veranstalter weiter in Line-up, Produktion, Infrastruktur und Service investieren.
Zugleich müsse auf ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis geachtet werden. „Unser Maßstab ist simpel: Am Sonntagabend sollen unsere Gäste sagen, dieses Wochenende war jeden Euro wert“, sagte Schwarz.
Veranstalter will auf Kritik reagieren Auch Kritik an Besucherzahlen, Sanitäranlagen und Ticketpreisen nach dem diesjährigen Festival nehme man ernst.
Nach jedem Festival würden Feedback, Besucherströme und Abläufe analysiert, sagte Schwarz.
Bei rund 90.000 Menschen könnten sich Wege zu bestimmten Zeiten füllen und Sanitärbereiche stark ausgelastet sein.
Solche Punkte wolle man gezielt angehen. „Unsere Gäste investieren viel Geld und drei Tage ihrer Zeit in Rock am Ring“, sagte Schwarz. „Dafür müssen wir ihnen ein außergewöhnlich gutes Wochenende bieten.
An diesem Anspruch lassen wir uns messen.“ Vorbereitung auf Wetterextreme Auch zunehmende Wetterextreme stellten die Veranstalter vor Herausforderungen.
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