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Kultur

Zum 100. Geburtstag: Warum ich Klaus Kinski und seine Filme nie wieder sehen will

Stern ·
Zum 100. Geburtstag: Warum ich Klaus Kinski und seine Filme nie wieder sehen will

Erst der Größte, dann ein Scheusal: Wie der Schauspieler Klaus Kinski, der jetzt 100 Jahre alt geworden wäre, für mich unerträglich geworden ist.

Eine Non-Hommage.

Bis heute gilt Klaus Kinski einigen als der vielleicht beste Schauspieler, der jemals gelebt hat.

Mir nötigte er sogar noch mehr Respekt ab: Kinski schien mehr als nur ein Darsteller zu sein.

Wenn er die Leinwand betrat, endete die Schauspielerei und etwas anderes begann – das nackte Gefühl.

Wie in „Fitzcarraldo“.

Kinski verkörpert in dem Film einen Exzentriker, der mitten im Dschungel von Peru ein Opernhaus errichten will.

In einer Szene schießt sein Schiff die Stromschnellen des Amazonas hinab, manövrierunfähig, seine Vision von der Oper könnte am nächsten Felsen zerschellen.

Der Dreh war für die Schauspieler lebensgefährlich – aber was macht Kinski als Fitzcarraldo? Während das Schiff gegen eine Klippe kracht, rast er irrlichternd über Deck und stößt einen Schrei aus, in dem alles Entsetzen dieser Welt steckt.

Nicht deshalb, weil Kinski beinahe über die Rehling ins Wildwasser geschleudert wurde, sondern weil Fitzcarraldos Lebenstraum unterzugehen drohte.

Doch so sehr mich Kinski in diesem Moment berührte hat, ich will „Fitzcarraldo“ nie mehr wiedersehen.

Das gilt auch für andere Kinski-Filme.

In „Nosferatu – Phantom der Nacht“ spielt er Dracula mit einer solchen Sehnsucht nach Liebe und Frieden, dass er damit den Mythos vom untoten Blutsauger auf den Kopf stellt.

Aber auch diesen Film will ich nicht noch einmal sehen.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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