„Vor so einer Kurve“ - HSV-Fans sollen Bornauw wieder gefährlich machen
Das Urteil von HSV-Abwehrzugang Sebastiaan Bornauw (27/Leihe aus Leeds) ist schon nach dem zweiten Training klar: „Das ist eine gute Truppe, es macht Spaß, hier zu sein. Ich habe mich schon gut eingelebt. Das ist in so einer Kabine auch einfach.“ Mit Kofi Amoako (21/gemeinsam in Wolfsburg) und Albert Sambi Lokonga (26/neun gemeinsame Jahre bei Belgien-Klub Anderlecht) trifft er zudem auf zwei Ex-Gefährten.
Der Verein an sich hat es ihm schon lange angetan. „Der HSV passt zu meiner Persönlichkeit. Unter den Traditionsvereinen ist er ganz oben. Das holt das Beste aus dem Spieler Sebastiaan Bornauw raus“, sagt der Belgier, der in seinen sechs Bundesliga -Jahren (2019 bis 2025) in Köln und Wolfsburg nie auf den damaligen Zweitligisten HSV traf.
Die Wucht des Klubs soll sogar beim Toreschießen helfen. Der Neu-Verteidiger: „Wenn man vor so einer Kurve bei einer Ecke nach vorn kommt, dann gibt mir das viel Energie. Dann kann man durch die Wand gehen. Ich will einfach bei Kopfbällen gefährlich sein. Das ist meine Stärke und das muss wiederkommen, dass ich ein paar Tore schieße.“
Seine erfolgreichste Saison hatte er 2019/20 in Köln mit sechs Treffern. In der vergangenen Spielzeit blieb er für Leeds torlos, kam nur auf zwölf Liga-Einsätze. „Für mich war das zu wenig, ich hatte mehr verdient. Die Spiele, die ich gemacht habe, waren gut bis sehr gut, glaube ich“, sagt Bornauw: „Den ersten Kontakt mit dem HSV gab es gleich nach der Saison. Mit Leeds war es ein Kampf, mich gehen zu lassen. Sie waren sehr zufrieden mit mir, aber ich wollte mehr spielen.“
Und so wechselte der 1,91 Meter große designierte Nachfolger von Abwehrchef Luka Vuskovic (19/jetzt Brighton) in den Volkspark. „Ich habe Vuskovic schon bei Westerlo in Belgien verfolgt. Aber ich bin hier, um mein Spiel zu machen“, berichtet Bornauw und erklärt: „Ich bin intensiv, mag den Zweikampf und versuche, am Ball ruhig zu bleiben. Ich glaube, dass ich Persönlichkeit habe, und mag es, meinen Mitspielern zu helfen. Ich arbeite gerne, auch im Gym. Ich habe viele gute Vorbereitungsspiele für Leeds in den Beinen und müsste fit sein.“
Sein erster HSV -Auftritt wird das Pokalspiel in Verl am Montag (18 Uhr, Sky). Beim Drittligisten trat er mit Leeds im Vorjahr zum Testspiel an. „Das war ein gutes Spiel von denen. Die haben ein gutes Niveau, werden zu Hause alles reinlegen“, sagt der Verteidiger mit dem Spitznamen „Seb“.
Aus seiner Sicht darf das Verl-Spiel nur der Auftakt einer längeren HSV-Zeit sein. „Für mich ist es bei einer Leihe das gleiche Gefühl wie bei einem Kauf“, schildert Bornauw, für den der Bundesligist eine Kaufoption in Höhe von 4,6 Mio. Euro besitzt: „Wenn ich hier glücklich bin, sehe ich keinen Grund, wieder zurückzuwechseln.“
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