2. Fußball-Bundesliga: Kellers gebrauchter Tag: Gelb-Rot bei Heidenheim-Rückkehr
Der Abwehrchef geht hoch motiviert in sein „Heimspiel“ auf der Ostalb.
Das Auseinanderbrechen seiner Mannschaft und das Ende des Spiels erlebt er aber nicht auf dem Platz.
So hatte sich Thomas Keller seine Rückkehr nach Heidenheim ganz sicher nicht vorgestellt.
Bei der 3:5 (1:0)-Niederlage fehlte der Abwehrchef von Dynamo Dresden seinem Team nach einer Gelb-Roten Karte (69.
Minute) in der wilden Schlussphase an allen Ecken und Kanten.
Die vier Gegentore nach seinem Platzverweis aber nun nur dem Fehlen des erfahrenen Innenverteidigers anzulasten, wäre zu einfach.
Denn Keller hat in dieser Saison noch nicht den Drive gefunden wie in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit.
Vier Jahre hatte Keller auf der Ostalb gespielt, war mit Heidenheim in die Bundesliga aufgestiegen, hatte den Klassenverbleib geschafft, war im Europapokal mit der Truppe von Trainer Frank Schmidt unterwegs und hatte da sogar ein Tor erzielt.
Dann kam im Januar die Leihe nach Dresden und damit verbunden ein Mega-Leistungssprung.
Was folgte, war das maximale Bemühen der Sachsen, den 27-Jährigen fest zu verpflichten.
Als das für eine Millionen-Ablöse gelang, waren alle glücklich - Keller selbst, Dynamo und die Fans.
Keller in dieser Saison noch nicht so souverän Das Halbjahreshoch aber hat der Innenverteidiger noch nicht ganz in die neue Saison hinübergerettet.
Keller wirkt in seinem Auftreten, vor allem aber in der Organisation der Abwehr und seiner Nebenleute, nicht so souverän.
Viel mehr muss er öfter zum Foulspiel greifen, um Lücken zu schließen.
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