Landwirtschaft: Getreide und Winterraps: Landwirte mit schlechter Ernte
Die Landwirte in Sachsen-Anhalt erwarten in diesem Jahr eine deutlich geringere Ernte bei Getreide und Winterraps. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, dürften rund 3,21 Millionen Tonnen Getreide und knapp 0,36 Millionen Tonnen Winterraps eingefahren werden. Im Vergleich zum Vorjahr entspreche dies einem Rückgang beim Getreide von 9,2 Prozent und bei Winterraps sogar um fast 15 Prozent. Winterweizen ist die mit Abstand wichtigsten Getreidekultur in Sachsen-Anhalt.
Allerdings zeigt ein Blick auf die Daten der vergangenen Jahre, dass die Erntemengen seit 2021 stark schwanken. Beim Getreide zwischen 3,1 und 3,5 Millionen Tonnen, beim Winterraps zwischen 0,36 und 0,49 Millionen Tonnen. Im bundesweiten Vergleich ist Sachsen-Anhalt vom Rückgang bei der Getreideernte mit 9,2 Prozent stärker betroffen als der Bundesschnitt von rund 7 Prozent.
Schon vor einigen Tagen beklagte der Bauernverband Sachsen-Anhalt die schlechten Ernteaussichten. Der Anbau von Winterraps sei ein immer größeres wirtschaftliches Problem. Durch den Wegfall wichtiger Wirkstoffe zur Schädlingsbekämpfung seien die Pflanzen teils stark befallen gewesen. Teile der Flächen seien gar nicht geerntet worden, hieß es in einer Mitteilung. Landesbauernpräsident Olaf Feuerborn (CDU) spricht von einer «wirtschaftlich sehr angespannten Situation».
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