Mega-Unruhe beim Bundesliga-Absteiger - Darum zittert Dynamo vor Heidenheim
Peinliches 2:5-Aus im DFB-Pokal bei Viertligist Jeddeloh, zuvor 1:4 bei Hertha BSC! Beim 1. FC Heidenheim hängt vorm Heimspiel am Samstag (13 Uhr) gegen Dynamo Dresden der Haussegen so schief wie lange nicht. Aber den Gästen aus Sachsen ist das gar nicht recht...
SGD-Trainer Thomas Stamm (43) fürchtet die Wut der Gastgeber, sagt: „Ich hätte es lieber gehabt, Heidenheim gewinnt. Man weiß, wie es ist, wenn man so ein Spiel nicht zieht. Die Trainingsintensität dort diese Woche und die Art und Weise, wie wir sie erwarten müssen, werden umso höher sein. Da wäre ich eher froh gewesen, sie wären eine Runde weitergekommen.“
Und genau so scheint es zu sein, wenn man den Worten von FCH-Coach Frank Schmidt (52) nach der Erst-Runden-Blamage lauschte.
„Es ist für uns eine ganz schwere Situation, die wir so in dieser Form noch nicht hatten. Wir liegen auf dem Boden“, meinte der seit fast 20 Jahren in Heidenheim tätige Übungsleiter. „Die Aufgabe ist es, das Ganze um 180 Grad ins Positive zu drehen. Nachdem wir letzte Woche sehr kritisch waren und der Mannschaft deutlich gezeigt haben, wie es nicht geht, wäre es die falsche Schallplatte, das nochmal aufzulegen.“
Wie BILD erfuhr, soll es bereits nach der Hertha-Abreibung in der Liga heftig gerumpelt haben. In einer Wutrede soll Schmidt den Spielern die Tür gezeigt haben und sinngemäß aufgerufen haben, zu prüfen, ob man weiterhin mit vollem Einsatz hier bleiben wolle.
Kurze Zeit darauf verließ mit Adrian Beck (29) eine Stammkraft den Klub per Leihe Richtung Osnabrück. Der FCH betonte in einer Pressemitteilung, dass der Mittelfeldmann auf eigenen Wunsch und überraschend wechseln wollte. Die Unruhe bleibt, weil auch mehrere andere Spieler über einen Abschied nachdenken und mit anderen Klubs in Verbindung gebracht werden.
Schmidt sagte jetzt: „Wir müssen dahin kommen, dass wir gegen Dresden zeigen, dass wir wieder an uns glauben. Allen, die sportlich nicht auf der Höhe waren, müssen wir Unterstützung geben. Dass wir nicht früh in der Saison in eine Region kommen, wo es schwer wird, wieder herauszukommen.“ Die Marschroute gegen die SGD formulierte er scharf.
„Wir müssen uns über die Kleinigkeiten gegen Dynamo wieder ins Spiel reinfighten. Ich kann jeden verstehen, der uns nach diesen zwei desolaten Leistungen nicht unterstützen will“, so Schmidt. „Ich habe noch keine Antwort, aber nur ein Ziel. Nämlich, dass wir uns diese Woche ein Erfolgserlebnis holen. Da wird nicht alles gelingen. Es wird Situationen geben, wo man sieht, dass es die Mannschaft beschäftigt.“
Für den Ostklub gilt es, dies auszunutzen. Dynamos Robert Wagner (23) gab zu: „In der Kabine nach unserem Spiel war es schon ein bisschen Thema.“ Dresdens Mittelfeldmann reagierte aber entspannt auf die Frage nach der Heidenheim-Wut: „Nein, auf keinen Fall machen wir uns da jetzt Gedanken, sondern konzentrieren uns darauf, unseren Schwung mitzunehmen und selbstbewusst zu bleiben.“ Fakt: Die SGD ist wohl erstmals leicht favorisiert in Heidenheim.
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