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Große Pläne deutscher Raumfahrt-Visionäre - Ohne Rückkehr! So finden wir eine zweite Erde

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Große Pläne deutscher Raumfahrt-Visionäre - Ohne Rückkehr! So finden wir eine zweite Erde

Wie riesige Städte schweben sie durchs All. Rotierende Ringwelten erzeugen künstliche Schwerkraft, grüne Oasen sollen das Heimweh lindern. Auf diesen Generationenschiffen könnten eines Tages Tausende Menschen leben, während sich ihre Nachkommen auf die Suche nach einer neuen Heimat zwischen den Sternen machen.

Hinter der Vision steckt der deutsche Professor für Raumfahrttechnik Andreas Hein. Der gebürtige Münchner gründete 2011 das Projekt Hyperion und erforscht seither gemeinsam mit Wissenschaftlern aus aller Welt, wie Menschen eines Tages andere Sternensysteme erreichen könnten. „Wir müssen über die Zukunft nachdenken, damit sie irgendwann Wirklichkeit werden kann“, sagt Hein zu BILD.

Die Wurzeln der Idee reichen zurück an die TU München. Dort war Hein Teil einer Raumfahrtgruppe, aus deren Umfeld später auch die Gründer des bayerischen Raketenunternehmens Isar Aerospace hervorgingen. Während Hein darüber nachdenkt, wie Menschen auf Generationenschiffen Jahrhunderte oder gar Jahrtausende unterwegs sein könnten, arbeitet Daniel Metzler an der ersten Voraussetzung dafür: dem Weg ins All.

Am 5. September 2026 schrieb sein Unternehmen Raumfahrtgeschichte. Mit dem erfolgreichen Flug der Spectrum-Rakete erreichte erstmals eine privat entwickelte Rakete aus Europa den Orbit. Zudem war es der erste erfolgreiche Orbitalflug einer Rakete aus Kontinentaleuropa – und der erste einer deutschen Rakete überhaupt.

„Mir hat die letzten knapp zehn Jahre jeder gesagt: So etwas kann man nicht in Deutschland machen, so etwas kann man nicht in Europa machen. Und wir haben es einfach gemacht“, sagt Metzler zu BILD. Für den 34-Jährigen geht es dabei um weit mehr als nur Raketenstarts. „Ohne Satelliten würde hier unten auf der Erde ziemlich viel nicht mehr funktionieren“, sagt er.

Tatsächlich liefern Satelliten Wetterdaten, unterstützen die Landwirtschaft, ermöglichen Navigation und sorgen dafür, dass Stromnetze, Logistikketten und Finanzmärkte zuverlässig funktionieren. Auch deshalb gilt der Erfolg von Spectrum nicht nur als Erfolg für Isar Aerospace, sondern als Signal für die europäische Raumfahrt insgesamt.

Für Prof. Andreas Hein markiert der Raketenstart aber noch etwas anderes: den nächsten kleinen Schritt auf einem Weg, der eines Tages weit über Mond und Mars hinausführen könnte. Die spektakulären Entwürfe seines sogenannten Hyperion-Projekts sollen im Dezember bei einer Raumfahrt-Konferenz in Venedig erstmals als Miniatur-Modelle präsentiert werden. Für Hein sind sie mehr als Science-Fiction.

„Leonardo da Vinci hat Flugmaschinen gezeichnet, lange bevor Menschen tatsächlich fliegen konnten“, so Hein zu BILD. „Wir stehen heute vielleicht an einem ähnlichen Punkt.“

Bis echte Reisen zu fernen Sternen möglich werden, dürften noch viele Generationen vergehen. Doch die Raketen von heute und die Generationenschiffe von morgen verfolgen dasselbe Ziel. Die einen bringen uns ins All. Die anderen sollen uns eines Tages zu einer neuen Heimat führen.

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