Abgrenzung von Parteispitze: AfD-Jugend gegen Weidels Euro-Ausstiegskurs
AfD-Parteichefin Weidel bekräftigt zuletzt die Ablehnung ihrer Partei zum Euro-System. Auch aus dem Schengener Abkommen will sie aussteigen. Die eigentlich eng an die Mutterpartei angebundene AfD-Organisation Generation Deutschland schlägt nun ganz andere Töne an.
Die Generation Deutschland (GD) geht auf Distanz zum klaren Euro-Ausstiegskurs ihrer Mutterpartei AfD. GD-Chef Jean-Pascal Hohm sagte "Bild": "Wir wollen keinen deutschen Euro-Austritt, sondern die bestehenden Konstruktionsmängel des Euro-Systems beheben."
Der AfD-Nachwuchs will sich dazu bei einem Bundeskongress in Magdeburg positionieren. Im Entwurf für eine Erklärung, die dort verabschiedet werden soll, heißt es: "Der Euro hat den Binnenmarkt gestärkt, weist jedoch erhebliche Konstruktionsmängel auf, die die europäischen Völker eher gegeneinander aufbringen, als sie hinter einem gemeinsamen Projekt zu vereinen. Deshalb stehen wir Reformvorschlägen offen gegenüber, die Stabilität schaffen, ohne die wirtschaftliche Einheit Europas aufzugeben." Von einem Ausstieg aus dem Euro ist nicht die Rede.
Die AfD war 2013 als Euro-kritische Partei gegründet worden. Im Bundestagswahlprogramm für 2025 hatte sie bekräftigt, "Deutschland muss aus dem Euro-System austreten". Danach gefragt, hatte Parteichefin Alice Weidel zuletzt im ZDF-"Sommerinterview" gesagt, Deutschland sei es vor der Euro-Einführung deutlich besser gegangen.
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