Nach waghalsigem Klippensprung - YouTube-Star landet mit Lungenriss im Krankenhaus
Tamolitch Falls (USA) – Türkisblaues Wasser, schroffe Felsen und dichte Wälder ringsum: Der „Tamolitch Blue Pool“ im US-Bundesstaat Oregon wirkt wie ein Paradies. Dort wollte sich der Extremsportler und „7 vs. Wild“-Star Jan „Schlappen“ Lange (29) einen lang gehegten Traum erfüllen. Doch der spektakuläre Sprung endete für ihn in der Notaufnahme.
Lange ist das Gesicht des Kanals „Freerunning Schlappen“, dem auf YouTube mehr als 400.000 Menschen folgen. Für die „Schlappentour 2026“ reiste er mit Kumpeln durch die USA und zeigte in Videos waghalsige Stunts. Am „Tamolitch Blue Pool“ schien alles perfekt: eiskaltes, kristallklares Wasser und eine rund 18 Meter hohe Klippe. Hier wollte er einen Trick wagen, von dem er seit Jahren träumte: einen „Triple Layout“, also drei Salti in gestreckter Körperhaltung.
Doch der Stunt misslang. „Ich war zu sehr im Modus, dass ich irgendetwas Wildes machen will“, sagte Lange später. Noch während des Sprungs ahnte er, dass etwas nicht stimmte. „In der Luft wusste ich schon genau: ‚Oh, oh, was mache ich hier?‘“ Kurz vor dem Absprung habe er den Mut verloren, den Trick durchzuziehen.
Er klatschte mit dem Rücken auf die Wasseroberfläche. Seine Begleiter sprangen sofort hinterher, halfen ihm ans Ufer und beruhigten ihn. Lange spuckte etwas Blut und klagte über Schmerzen im Brustkorb. Das Problem: Das Naturbecken liegt weit abseits in den Wäldern Oregons – schnelle Hilfe war nicht in Reichweite. Trotz seiner Verletzungen schaffte der Influencer den rund 45-minütigen Fußmarsch zurück zum Auto.
Anschließend fuhren ihn seine Kumpels zum Krankenhaus ins rund 110 Kilometer entfernte Eugene. Die Diagnose: ein Lungenriss von etwa fünf mal drei Zentimetern. Zur Beobachtung musste Lange eine Nacht bleiben. Ärzte überwachten seine Lungenfunktion.
Entwarnung folgte aber schon am nächsten Tag: Er durfte das Krankenhaus wieder verlassen. Die Ärzte rieten ihm, sich zwei bis drei Wochen zu schonen und seine Sauerstoffwerte regelmäßig zu kontrollieren. Dafür bekam er ein spezielles, tragbares Messgerät. Trotz des schweren Sturzes kam der Extremsportler damit vergleichsweise glimpflich davon.
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