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DBB im Supercup-Finale - Offensiv-Feuerwerk mit einer Sekunde Verspätung

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DBB im Supercup-Finale - Offensiv-Feuerwerk mit einer Sekunde Verspätung

Die deutschen Basketballer sind Welt- und Europameister. Dieses Jahr steigt zum ersten Mal seit 2020 kein großes, internationales Turnier. Auf ein (kleines) Finale müssen die Fans trotzdem nicht verzichten: Bei der 35. Auflage des „Turkish Airlines Supercup“ in Hamburg besiegte das Team um NBA-Star Dennis Schröder (32/Charlotte Hornets) die Nr. 23 der Welt, Tschechien, mit 115:82 (50:49). Und trifft am Samstag im Endspiel des traditionellen Vorbereitungsturniers auf Kroatien (20.30 Uhr/Magenta Sport).

Vor allem in der zweiten Hälfte bot das DBB-Team den 8739 Fans in der Barclays Arena ein Offensiv-Spektakel. Bundestrainer Álex Mumbrú (47) war dennoch unzufrieden. „Die erste Hälfte mochte ich nicht“, sagte der Spanier nach dem Pflichtsieg. „Wir sind nicht in der besten Form. Das ist normal, wenn man erst seit vier Tagen zusammen ist. Das ist nicht leicht. In der zweiten Hälfte waren wir ein bisschen besser. Aber in der ersten Hälfte waren wir immer zwei oder drei Sekunden zu spät, in der zweiten Hälfte vielleicht eine Sekunde. Aber wir waren trotzdem zu spät. Und wir müssen auf den Punkt zur Stelle sein.“

Von den deutschen NBA-Stars hatten nur die zuletzt von Verletzungen gebeutelten Wagner-Brüder Franz (24/Orlando Magic) und Moritz (29/Brooklyn Nets) abgesagt. Um sich im Hinblick auf Olympia 2028 in Stellung zu bringen, reisten nach längerer Nationalmannschaftspause sogar die NBA-Champions Isaiah Hartenstein (28/Oklahoma City Thunder) und Ariel Hukporti (24/jetzt Philadelphia 76ers) an – obwohl sie wegen kleinerer Blessuren nicht spielen konnten.

„Das macht richtig Bock“, stellte NBA-Aufsteiger Tristan da Silva (25/Orlando) im Interview bei Magenta Sport fest. „Natürlich müssen wir das auch auf dem Feld zeigen.“

Nach drei gemeinsamen Einheiten fehlte beim DBB-Team in der ersten Hälfte vor allem in der Defensive noch die Intensität. Als Kapitän Dennis Schröder (32/Charlotte Hornets) im zweiten Viertel zum ersten Mal das Tempo anzog, wuchs der Vorsprung sofort auf sieben Punkte an (43:36). Doch die körperlich unterlegenen und kleineren Tschechen machten ihre Nachteile durch starke Wurfquoten wett. Allen voran der Bamberger Richard Balint (23), der in der ersten Hälfte 19 seiner 27 Punkte machte.

Nach der Halbzeit machte der Welt- und Europameister vor 8739 Fans in der Barclays Arena ernst. Konsequenz: Der Vorsprung wuchs schnell auf 22 Zähler (84:62/29.) an. „Wir haben ein bisschen gebraucht, um in das Spiel reinzukommen“, stellte Isaac Bonga (26/Panathinaikos Athen) fest. „In der Halbzeit gab es eine gute Ansage vom Coach, dass wir nicht unser Spiel gespielt haben. In der zweiten Hälfte hat man gesehen, dass wir physischer und schneller waren.“

Mumbrú gab allen 13 Spielern Einsatzzeit. Bei den Tschechen ging nichts mehr. Schröder stellte mit einem Dreier auf plus 30 (98:68). Bester Werfer war Johannes Thiemann (32). Der frisch aus Japan zum FC Bayern gewechselte Weltmeister machte 20 Punkte. Anführer Schröder legte mit 17 Zählern und 10 Assists ein Double-Double auf. Und schrieb noch eine halbe Stunde nach Ende Autogramme.

Im ersten Spiel des Abends schlug Kroatien überraschend Vize-Europameister Türkei mit 95:94 (39:48).

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