Streit der Verbände: Fußball-Machtkampf: UEFA bittet FIFA zur Kasse
Seit knapp zwei Monaten tobt ein Machtkampf zwischen dem europäischen Dachverband UEFA und dem Weltverband FIFA.
Nun kommt es zu einer finanziellen Forderung, die für die den Weltverband teuer wäre.
Die europäische Fußball-Union UEFA und der nordamerikanische Dachverband Concacaf haben im Machtkampf gegen den Weltverband FIFA und dessen Präsident Gianni Infantino einen weiteren Schritt vollzogen.
Die beiden einflussreichen Verbände forderten die FIFA dazu auf, ihren Mitgliedsverbänden nach der finanziell erfolgreichen WM im vergangenen Sommer jeweils zusätzliche 10 Millionen US-Dollar auszuzahlen.
Bei 211 Mitgliedsverbänden würde das die FIFA rund 2,1 Milliarden Dollar kosten.
Das geht aus einem gemeinsamen Schreiben hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Zuvor hatten auch andere Medien wie die Nachrichtenagentur AP davon berichtet.
UEFA und Concacaf begründen ihre Forderung damit, dass die FIFA nach der WM in den USA, Kanada und Mexiko über Reserven in Höhe von rund 6 Milliarden Dollar verfüge und sich eine einmalige Ausschüttung nach der bereits genehmigten und im „FIFA Forward Enterprise“-Programm festgehaltenen Zahlung leisten könne.
Das zusätzliche Geld solle nach Ansicht von UEFA und Concacaf in den Jahren 2027 bis 2030 für Investitionen in Infrastruktur und Fußballentwicklung ausgegeben werden.
Kritik an Infantino Die von Aleksander Ceferin geführte UEFA und die Concacaf mit Präsident Victor Montagliani gelten als schärfste Kritiker von Infantino, der sich am 18.
März 2027 zum vierten Mal zum FIFA-Chef wählen lassen will.
Unter den stimmberechtigten 211 FIFA-Mitgliedsländern gibt es derzeit keine klare Mehrheit für oder gegen ihn.
Ein Alternativkandidat konnte von der UEFA bislang nicht benannt werden.
Ceferin selbst beabsichtigt nicht anzutreten.
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