Prozesse: Sabotage an Nord Stream - Was Serhij K. vor Gericht erwartet
Sprengstoff, Taucher und eine Jacht: Wie Serhij K. angeblich den Nord-Stream-Anschlag plante – und warum Russlands Nebenklage abgelehnt wird.
Der wohl spektakulärste Sabotageakt der deutschen Nachkriegsgeschichte steht vom Mittwoch an im Zentrum eines Strafprozesses vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg.
Rund vier Jahre nach den Anschlägen auf die Gasleitungen von Nord Stream in der Ostsee muss sich der ukrainische Staatsangehörige Serhij K. dort als erster der mutmaßlichen Täter verantworten.
Die wichtigsten Fragen und Antworten: Was war geschehen? Am 26.
September 2022 detonierten in der Ostsee vor der dänischen Insel Bornholm in etwa 80 Metern Tiefe mehrere Sprengsätze.
Die beiden Gaspipelines Nord Stream 1 und 2 wurden dadurch beschädigt.
Insgesamt gab es vier Lecks an drei der insgesamt vier Leitungen.
Den Gasfluss nach Deutschland über Nord Stream 1 hatte Russland schon gut drei Wochen zuvor abgedreht - angeblich wegen technischer Probleme.
Nord Stream 2 war wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine und der folgenden politischen Streitigkeiten gar nicht in Betrieb gegangen.
Wie sind die Täter den Ermittlungen zufolge vorgegangen? Der Bundesanwaltschaft zufolge begab sich Serhij K. spätestens am 8.
September 2022 mit sechs Mittätern - einem Schiffsführer, einem Sprengstoffexperten und vier Tiefseetauchern - im Hafen von Wiek auf Rügen auf die Segeljacht „Andromeda“, die ein Mittelsmann für mehrere Wochen gechartert hatte.
Die Gruppe soll dann bei Tauchgängen am Meeresboden vier mit Zeitzündern versehene Sprengsätze an den Gaspipelines befestigt haben.
Es handelte sich den Angaben nach um im Militärbereich verwendete Hochleistungssprengstoffe mit massiver Zerstörungskraft, die auch in großen Wassertiefen explosionsfähig sind.
Serhij K. soll damals Offizier einer Spezialeinheit der ukrainischen Streitkräfte gewesen sein.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.