Elbvertiefung: Der tägliche Newsletter aus Hamburg: »Seit der Elbphilharmonie lieben wir Baustellen!«
in der Motte, einem Stadtteil- und Kulturzentrum in Ottensen , war gestern hoher Besuch. Zwischen den Räumen von Jugendtreff, Mieterberatung und Fahrradwerkstatt ließen sich Finanzsenator Andreas Dressel und Kultursenator Carsten Brosda (beide SPD) die Sanierungsarbeiten zeigen. »Es ist hier noch eine Baustelle«, entschuldigte sich Manuel Rakers, der Geschäftsführer der Motte. »Seit der Elbphilharmonie lieben wir Baustellen!«, rief der Kultursenator vergnügt. Daraufhin der Finanzsenator: »Kommt. Drauf. An.«
Mit Gesamtkosten von 4,08 Millionen Euro liegt die Sanierung 263.000 Euro über Plan. Man könnte sagen: Peanuts in einer Zeit, in der Unigebäude zweieinhalbmal so teuer sind wie geplant (Haus der Erde) und Müllverbrennungsanlagen dreimal so teuer (Zentrum für Ressourcen und Energie). Für das Geld gibt es in der Motte bald Brandschutzfenster in den Beratungsräumen, eine Klimaanlage im Konzertsaal und Fotovoltaik auf dem Dach, was nicht nur ökologisch ist, sondern auch die Betriebskosten senkt.
Gegründet wurde die Motte 1976, fünf Jahre nach der Fabrik, die nur 800 Meter entfernt liegt. In Ottensen wurde damals ein neuer Kulturbegriff erprobt: Man wollte Kultur für alle – und Räume für nachbarschaftliche Selbsthilfe.
Seit damals hat sich der Stadtteil verändert (Z+) . Ottensen ist ruhiger und wohlhabender geworden. Doch noch immer hört man hier morgens den Hahn krähen, denn hinter der Motte betreiben Ehrenamtliche einen Hühnerhof. Und abends ertönt manchmal dieselbe Musik wie in den Siebzigern, dann ist Ü50-Party. Wobei: Wenn erst die neue Belüftung eingebaut ist, können Fenster und Türen bei Partys geschlossen bleiben.
Am Samstag, dem 5. September, wird es noch mal laut. Die Motte feiert ihr 50-jähriges Jubiläum mit einem Konzertabend. Am Sonntag, dem 6. September, folgt ein Straßenfest mit Kinderprogramm. Alle sind eingeladen, der Eintritt ist frei.
Im Prozess um die Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder hat die Unternehmerin Christina Block erneut vor Gericht ausgesagt. Wieder bestritt sie, die Rückholaktion in der Silvesternacht 2023/24 finanziert zu haben. Die im Oktober 2023 von ihrem Konto abgehobenen 75.000 Euro seien für eine Verhandlungslösung bestimmt gewesen. Mit Blick auf die besagte Nacht sagte sie gestern: »Ich wusste nicht, dass so etwas geplant war.« Zeit-Redakteurin Anne Kunze war im Gerichtssaal dabei, ihren Text dazu lesen Sie hier (Z+) .
Seit Jahresbeginn wurden mehr als 250 Ordnungswidrigkeiten im Zusammenhang mit dem Alkoholverbot am und um den Hauptbahnhof angezeigt. Rund 200 dieser Verstöße entfielen laut Polizei auf die ersten drei Wochen im August. Anfang des Monats wurde die Zone auf Teile von St. Georg ausgeweitet. Wer dort Alkohol trinkt, muss mit einer Geldbuße von bis zu 200 Euro rechnen.
In Hamburg wird es heute noch einmal sehr warm – der Deutsche Wetterdienst rechnet mit bis zu 27 Grad. Zum Wochenende soll es jedoch wieder regnen und gewittern, mit Temperaturen nur noch um die 21 Grad.
Die Stadt Hamburg hat eine Eigentumswohnung in der südspanischen Provinz Málaga geerbt und will die Immobilie nun verkaufen.
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