XXL-Stadion-Ausbau? - Bauunternehmer bietet Schalke Hilfe an
Gelsenkirchen – „Das ist nicht mehr als ein sehr loses Gedankenspiel.“ Das sind die Worte von Vorstandsboss Matthias Tillmann (42) zu BILD mit Blick auf den möglichen Stadionausbau (BILD berichtete). Die vereinfachte Überlegung: Das Arena-Dach wird abmontiert. Dann ein dritter Rang dazugebaut, der für rund 20 000 mehr Zuschauer reichen soll. Das mögliche Endergebnis: die größte Arena Deutschlands! Für den Pott-Klub ist das aktuell nicht zu stemmen. Trotzdem wollen die Verantwortlichen über Visionen und Träume diskutieren. Und: Ein alter Bekannter bietet in BILD seine Hilfe an.
Bauunternehmer Walter Hellmich (82) war am Bau der Schalke-Arena beteiligt, die 2001 eingeweiht wurde. Er weiß, wie solch ein Ausbau funktionieren könnte. Hellmich ist seit Jahrzehnten im Geschäft, baute unter anderem die Stadien des MSV Duisburg und des FC St. Pauli. In Münster baut seine Firma aktuell das Preußen-Stadion um und modernisiert gleichzeitig noch das Ruhrstadion beim VfL Bochum. Hellmich zu BILD: „Wir wissen, wie ein Stadion gebaut wird. Wenn Schalke das Projekt umsetzen will, stehe ich auf jeden Fall mit Rat und Tat zur Verfügung.“
Bedeutet: Wenn die Schalke-Bosse dem Gedankenspiel mehr Leben verleihen wollen, wird es an Hellmich nicht scheitern. Allerdings ist dem Bau-Guru vollkommen klar, dass das Projekt nicht von heute auf morgen umgesetzt werden kann. Hellmich: „Technisch ist alles möglich. Das muss statisch untersucht werden. Das Dach wegzunehmen und einen Rang zu erhöhen, ist eine Hausnummer und muss wohldurchdacht sein.“
Ohnehin muss der Pott-Klub erst einmal seine Hausaufgaben machen. Tillmann: „Der Verein ist derzeit nicht in der Situation, solch große Projekte umzusetzen. Das kann sich in einigen Jahren ändern, und dann müssen wir vorbereitet sein.“ Klartext: Schalke muss sich erst in der Bundesliga etablieren und sich finanziell weiter stabilisieren, bevor ein solches XXL-Vorhaben angegangen werden kann.
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