Landtagswahl 2026: AfD-Kandidat Siegmund fehlt beim IHK-Wahldialog in Halle
Die Wirtschaft hat viele Fragen an die Politik - besonders an die AfD.
Doch deren Spitzenkandidat lässt sich beim IHK-Wahldialog vertreten.
Vor allem ein Thema rückt dabei in den Fokus.
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat beim Wahldialog der Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau gefehlt.
Während die übrigen eingeladenen Parteien am Dienstagabend mit ihren Spitzenkandidaten vertreten waren, ließ sich Siegmund von dem AfD-Landtagsabgeordneten Jan Scharfenort vertreten.
Die IHK zeigte sich enttäuscht.
IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Brockmeier machte deutlich, dass er Siegmund gerne persönlich mit Fragen der Wirtschaft konfrontiert hätte.
Eine Frage zur Fachkräftezuwanderung hätten viele Menschen an ihn herangetragen. „Ich will diese Frage Herrn Siegmund stellen“, habe er sich vorgenommen. „Jetzt kann ich sie Herrn Siegmund leider nicht stellen.“ Auch Hans-Thomas Tillschneider, der zunächst als AfD -Vertreter im Gespräch gewesen war, kam nicht.
Grund für die Abwesenheit des AfD-Spitzenkandidaten Siegmund sei die Überschneidung mit länger geplanten, anderweitigen Terminen gewesen, sagte Patrick Harr, Fraktionsgeschäftsführer der AfD im Magdeburger Landtag, der Deutschen Presse-Agentur.
Gleiches gelte für den stellvertretenden Landesvorsitzenden Tillschneider.
Zuvor hatte die „Bild“ über die Absage berichtet.
Zehntausende Fachkräfte könnten fehlen Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Sachsen-Anhalt seinen wachsenden Fachkräftebedarf decken soll.
Nach Angaben der IHK dürften dem Arbeitsmarkt allein aus demografischen Gründen in den kommenden zehn Jahren rund 100.000 Beschäftigte verloren gehen.
Brockmeier verwies darauf, dass Siegmund von Kontakten zu rückkehrwilligen Sachsen-Anhaltern berichtet und sich zuversichtlich gezeigt habe, dass diese zurückkehren könnten.
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