Wölfe: Umweltministerin für Abschuss von Problemwölfen
Lediglich zwölf Tiere leben derzeit ständig in den Wäldern von Rheinland-Pfalz.
Tierhalter haben trotzdem Furcht und Sorge vor Angriffen auf Schafe und Ziegen.
Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Christine Schneider unterstützt den Abschuss von Problemwölfen.
Es werde mit Hochdruck am Landesjagdgesetz und der Landesjagdverordnung gearbeitet, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.
Dabei werde es auch um die Umsetzung der bundesgesetzlichen Regelungen mit der Möglichkeit für den Abschuss von Wölfen gehen, die mehrfach Nutztiere trotz Herdenschutz reißen.
Es gehe dabei nicht um Einzelfälle, betonte die Umwelt- und Landwirtschaftsministerin.
Bei der Identifizierung der Tiere müsse sichergestellt sein, dass diese auch wirklich Schafe oder andere Weidetiere gerissen haben. „Dann erst sagt man, man kann das Tier entnehmen.“ Beim Thema Abschuss gehe es auch um den Erhaltungszustand der Wölfe .
Wenn dieser günstig ist, könne es auch eine Dezimierung des Bestands geben.
Rheinland-Pfalz kein Wölfe-Hotspot Rheinland-Pfalz sei jedoch kein Hotspot bei der Ansiedlung von Wölfen, berichtete Schneider , deren erster Entwurf des Landesjagdgesetzes zur Anhörung im Ministerrat ist. „Aber wir müssen aufpassen, dass wir nicht in Situationen kommen, wie sie zum Beispiel in Niedersachsen oder in Ostdeutschland vorherrschen.“ Deshalb sei es auch entscheidend, entsprechende Managementpläne aufzustellen.
Am Inkrafttreten des neuen Landesjagdgesetzes zum April nächsten Jahres wird nach Angaben von Schneider festgehalten.
In Rheinland-Pfalz gibt es laut Umweltministerium derzeit sechs Wolfsrudel mit insgesamt zwölf Tieren.
Ein Wolf sei dabei ein Einzelgänger.
Es könne aber immer wieder durchziehende Wölfe aus den angrenzenden Bundesländern geben.
Wenn diese nicht durch Risse auffällig oder von Wildtierkameras erfasst werden, schlüpften diese genauso wie Jungtiere durch das Erfassungsnetz.
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