Cantona als Vorbild: Als eine schwedische Legende den Derby-Gegner böse provozierte
Unter Trainer Sven-Göran Eriksson hatte Glenn Strömberg damals mit seinem Verein IFK Göteborg seinen ersten großen Erfolg gefeiert. In den Finalspielen des UEFA-Cups hatte sein Team unter dem späteren Welttrainer Eriksson im Jahr 1982 gegen den Hamburger SV sensationell den Titel geholt. Es war für den Mann aus Brämaregarden, einem Stadtteil von Göteborg, der Startschuss für eine beeindruckende Karriere, die ihn noch nach Portugal zu Benfica Lissabon und nach Italien zu Atalanta Bergamo führen sollte und ihn im Jahr 1985 zum schwedischen "Fußballer des Jahres" werden ließ.
Während Strömbergs Klub seit 1976 ununterbrochen in der Allsvenskan, der höchsten schwedischen Klasse, spielt und in dieser Zeit immer mal wieder die Meisterschaft erringen konnte, ist das Leben für einen Anhänger von GAIS, dem Lokalrivalen aus Göteborg, ein ständiges Auf und Ab. Der Traditionsverein, der 1919 erstmals schwedischer Meister wurde, ist eines dieser Teams, das man vollkommen zu Recht Fahrstuhlmannschaft nennt. Doch im Spätherbst des Jahres 2005 schien endlich einmal wieder die Sonne für GAIS. In der Relegation hatte man den Aufstieg in die Allsvenskan geschafft. Die Euphorie war dementsprechend riesig bei GAIS. Denn endlich standen nun auch wieder Derbys gegen den verhassten Lokalrivalen IFK an.
Die Vorfreude war also groß, als man sich Anfang Mai 2006 im Ullevi-Stadion vor mehr als 26.000 Zuschauern zum Hinspiel traf. Doch obwohl sich die Heimmannschaft tapfer gegen den mächtigen Konkurrenten IFK wehrte, musste man am Ende eine 1:2-Niederlage einstecken. Ein Dämpfer für die "Makrelen", wie die Mannschaft aufgrund ihrer traditionellen grün-schwarz gestreiften Trikots genannt wird. Doch der Aufsteiger schlug sich in der Liga trotzdem weiterhin wacker. Der Nicht-Abstieg, der als Ziel ausgegeben worden war, war immer noch in greifbarer Nähe.
Und auch als das Rückspiel im September anstand, war für GAIS noch alles möglich. Während man also bei den Makrelen durchaus mit einer guten Stimmung die Saison bestritt, war die Situation bei den "Änglarna", den Engeln, wie IFK seit einem großen Spiel im Frühjahr 1948 gegen den ewigen Rivalen IF Elfsborg genannt wird, eine völlig andere. Man dümpelte ambitionslos und ohne echte Chance auf den Titel im Mittelfeld herum und war möglicherweise ob dieser trüben Lage auch ein wenig angefressen. Da schien etwas Ablenkung und Vergnügen gerade recht zu kommen für den Klub und seine Fans.
Wie jedoch genau die Idee zu der legendären Werbekampagne entstand, ist heute nicht mehr mit Gewissheit zu sagen. Aber als damals das Derby kurz bevorstand, entschied man sich gemeinsam mit einer Werbeagentur, die zu dieser Zeit beliebte Serie eines großen Textilherstellers, "Joga Bonito", umzuschreiben und in "GAIS Bonito" zu taufen. Und genau bei dieser Gelegenheit kam der besagte Ex-IFK-Profi Glenn Strömberg ins Spiel. Denn eine der Hauptfiguren von "Joga Bonito" war der schillernde Eric Cantona. Und bei IFK kam für diese Rolle damals nur einer infrage, Glenn Strömberg.
Jüngst ist das Buch " Ein Tor würde dem Spiel guttun.
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