Obdachlosigkeit: Britischer Premier will bis Weihnachten „alle Menschen von der Straße holen“
Obdachlosigkeit ist besonders in London und dem Südwesten Englands ein großes Problem.
Der britische Premier will das ändern – mit einem ehrgeizigen Ziel.
Der neue britische Premierminister Andy Burnham will bis Weihnachten die Straßenobdachlosigkeit in England beenden.
Die Regierung konkretisierte in der Nacht den ambitionierten Plan, für den umgerechnet rund 515 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden sollen. „Niemand sollte gezwungen sein, in einem Hauseingang oder vor einem Bahnhof zu übernachten“, sagte Burnham.
Er werde sich nicht damit abfinden.
Bis zum Winter sollen etliche neue Unterkünfte und Unterstützungsangebote geschaffen werden.
Laut PA waren im Herbst vor einem Jahr in England rund 4800 Menschen pro Nacht betroffen.
Fast die Hälfte davon schlief demnach in London und dem Südosten des Landes auf der Straße.
Offen ist, für welchen Zeitraum die Kommunen einen Platz zum Schlafen anbieten sollen.
Zum Vergleich: In Berlin wurden im Februar 2024 rund 6000 wohnungslose Menschen ohne Unterkunft gezählt.
Kritik an Finanzierung der Anti-Obdachlosigkeitsinitiative Burnham hatte sein Vorhaben bereits während seiner Antrittsrede vor gut einem Monat vorgestellt.
Nun sprach er von einer „landesweiten Initiative, um bis Weihnachten alle Menschen von der Straße zu holen“.
Helfen sollen die Erfahrungen aus der Corona-Pandemie.
Für den kommenden Herbst kündigte der Premier zudem eine Konferenz zu dem Thema mit Führungspersönlichkeiten aus allen Bereichen der Gesellschaft an.
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