Geplante Reform: Führerschein könnte bis zu 1000 Euro günstiger werden
Mehr digitaler Unterricht, weniger Bürokratie: Verkehrsminister Bilger glaubt, dass der Führerschein durch Reformen spürbar weniger kosten könnte.
Die Pläne sollen ab 2027 greifen.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hat erstmals mögliche Einsparungen durch die geplante Führerscheinreform beziffert.
Fahrschüler könnten demnach mehrere hundert Euro, im besten Fall sogar bis zu 1000 Euro sparen, sagte Bilger im Gespräch mit der „Welt“. „Mit mehr digitalem Unterricht und einer Bürokratieentlastung wollen wir die Kosten senken“, sagte Bilger.
Der Minister verwies zugleich auf „große regionale Unterschiede“ und darauf, dass manche Fahrschüler mehr Fahrstunden benötigten als andere.
Führerschein kostet im Schnitt 3400 Euro Die Kosten für den Führerschein der Klasse B liegen nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums derzeit im Schnitt bei rund 3400 Euro.
Die geplante Reform soll den Erwerb unter anderem durch mehr digitalen Theorieunterricht, weniger Bürokratie und Änderungen bei der praktischen und theoretischen Prüfung günstiger machen.
Der im Mai vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzentwurf sieht unter anderem vor, den Fragenkatalog bei der Therorieprüfung deutlich zu verringern, verpflichtende Sonderfahrten wie Nacht- und Autobahnfahrten zu reduzieren und dass theoretischer Unterricht auch komplett online angeboten werden kann.
Zudem sind Probefahrten von Fahrschülern mit Familienangehörigen vorgesehen.
Die Reform muss noch vom Bundestag verabschiedet werden, auch der Bundesrat muss zustimmen.
Nach den bisherigen Plänen sollen die neuen Regeln möglichst ab Anfang 2027 greifen.
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