US-Sanktionen gegen Partner des Iran: China will seine Interessen schützen
China hat sich gegen die Drohung der US-Regierung mit verschärften Wirtschaftssanktionen gegen den Iran und seine Handelspartner verwahrt. „China wird alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine eigenen Rechte und Interessen entschlossen zu schützen“, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Lin Jian, am Dienstag in Peking.
China ist der wichtigste Handelspartner des Iran.
Seit Kriegsbeginn verhängte Washington mehrfach Sanktionen gegen chinesische Firmen wegen des Kaufs iranischen Öls. „China hat bereits viele Male erklärt, dass es illegale einseitige Sanktionen entschieden ablehnt“, sagte der Ministeriumssprecher Lin.
Weiter betonte er, die Zusammenarbeit zwischen China und dem Iran habe „stets im Rahmen des Völkerrechts stattgefunden und sollte nicht beeinträchtigt oder gestört werden“.
Der von den USA im Zuge des Wirtschaftskrieges ausgeübte „maximale Druck“ löse keinerlei Probleme, sagte Lin .
Er schüre lediglich „Spannungen und Konflikte, verursacht Ansteckungseffekte, destabilisiert die weltwirtschaftliche und finanzielle Ordnung und verletzt die legitimen Rechte und Interessen anderer Länder“.
US-Finanzminister Scott Bessent hatte am Montag bekannt gegeben, die Regierung von Präsident Donald Trump werde neue Strafmaßnahmen gegen alle Länder verhängen, die weiterhin mit Teheran Geschäfte machten.
Einen Termin nannte er nicht.
Von den sogenannten Sekundärsanktionen sind nach den Worten des US-Finanzministers fünf Handelssektoren betroffen - digitale Dienstleistungen, Technologie, Gold sowie die Luftfahrt und die Schifffahrt.
Bessent zufolge soll unter den neuen Maßnahmen jede Einrichtung, „die Geldwäsche im Auftrag Irans ermöglicht, aus dem US-Dollarsystem entfernt“ werden.
Die USA wollten damit weltweit „jede wirtschaftliche Rettungsleine kappen, die dieses tyrannische Regime am Leben erhält, bis Teheran völlig isoliert ist“, fügte der US-Finanzminister hinzu.
Auf die Frage, ob chinesische Banken von den neuen Strafmaßnahmen betroffen sein würden, sagte Bessent: „Niemand steht außerhalb der Reichweite von US-Sanktionen." Zu den größten Handelspartnern des Iran gehörten bisher China , die Vereinigten Arabischen Emirate und die Türkei sowie Irak, Russland und Indien.
Die Emirate hatten allerdings vergangene Woche angekündigt, ihren Handel sowie alle Finanztransaktionen mit dem Iran bis auf Weiteres einzustellen.
Auf den wichtigsten Partner China entfiel im Jahr 2024 mehr als ein Viertel des gesamten iranischen Außenhandels.
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