Montag, 24. August 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Deutschland

Polit-Krimi in Sachsen-Anhalt - „Uli, Uli, Uli“

Bild ·
Polit-Krimi in Sachsen-Anhalt - „Uli, Uli, Uli“

Magdeburg/Berlin – Deutschland schaut auf Sachsen-Anhalt: In gut zwei Wochen könnte die AfD erstmals in ihrer Geschichte an die Macht kommen. Ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) führt die Umfragen an – und wird von seinen Gegnern als „gefährlichster Mann Deutschlands“ bezeichnet. BILD begleitet den Polit-Krimi im Endspurt: Wie nah ist Siegmund der Macht?

Die AfD hat in Weferlingen zum „Bürgerdialog“ eingeladen – Siegmund ist der Stargast. Er fühlt sich wohl unter seinen Anhängern, lächelt viel, macht Selfies. Das Publikum: Rentner, Handwerker, Familien mit kleinen Kindern und: Rechtsextreme. BILD sah mehrere Männer, die T-Shirts der „Heimattreuen Altmark“ tragen. Im aktuellen Verfassungsschutzbericht des Bundeslands wird sie explizit dem Rechtsextremismus zugeordnet. Niemand scheint damit ein Problem zu haben.

Siegmunds Botschaft an seine Anhänger heute: Die AfD sei salonfähig, nicht extrem. „Wenn sie nach links und rechts gucken: Hier ist keiner rechtsextrem, hier ist jeder extrem im Recht.“

CDU-Ministerpräsident Sven Schulze kämpft um sein Amt, die CDU liegt in Umfragen weit hinter der AfD. Er versucht es mit Wirtschaft, besucht die Schweißtechnische Lehranstalt Magdeburg in Barleben – und ledert gegen die AfD. „Welche Lösungen hätte denn die AfD für die Zukunft? Ich sehe, dass sie Probleme sehr gut beschreibt, aber sie bietet keine Lösung“, sagt er BILD.

Einer offenen Diskussion um die Wirtschaftspolitik geht Siegmund in dieser Woche aus dem Weg. Seinen Auftritt beim Unternehmerforum der IHK Halle-Dessau sagt er kurzfristig ab. IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Brockmeier (61) sagt BILD: „Natürlich hat die Wirtschaft viele Fragen, und es ist sehr bedauerlich, wenn ein Austausch nicht zustande kommt.“ Es sei das dritte Mal gewesen, dass Siegmund zu einer Wahlveranstaltung der Wirtschaft einen Vertreter schickte.

Plötzlich sind sich AfD und BSW ganz nah: Auf dem Marktplatz in Dessau gehen AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) und BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht (57) auf Tuchfühlung – keine 100 Meter voneinander entfernt halten beide getrennt ihre Wahlkampfveranstaltungen. Brisant: Das BSW könnte nach der Wahl zum Königsmacher für eine AfD-Regierung werden. Wird er an diesem Mittwoch die wenigen Meter zu Wagenknecht hinübergehen und mit ihr sprechen? „Nee, ich bin für die Bürger da“, sagt er BILD.

Siegmund hält keine Rede. Wie üblich macht er eine Autogramm- und Fotostunde. Unter einem blau-weißen AfD-Baldachin empfängt er seine Anhänger an einem Stehtisch. Siegmund begrüßt jeden mit Handschlag, sagt mit einem Lächeln: „Hi, ich bin Uli.“ Dann kurzer Smalltalk („Wo kommst du her?“). Siegmund signiert die letzte „Spiegel“-Ausgabe, Handyhüllen, T‑Shirts. Er schießt Hunderte Fotos mit seinen Anhängern.

Auch Ivonne Koch (41) und ihre Schwägerin Verena Koch (34) sind da. Sie wollen Siegmund wählen, weil er „Politik für Familien“ mache.

Vollständigen Artikel bei Bild lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.

Dieses Thema bei anderen Medien

Mehr von Bild

Alle ansehen ›

Mehr in Deutschland

Alle ansehen ›