Explosionsgefahr! - Umgekippter Gefahrgut-Lkw legt A6 lahm
Öhringen (Baden-Württemberg) – Ein Gefahrgut-Transporter kippte am Freitagnachmittag auf der A6 um. Der Fahrer wurde schwer verletzt, ein Rettungshubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus. Die Folge: Die Autobahn ist auch am Samstagmorgen noch in beide Richtungen dicht. Die Aufräumarbeiten dauern an.
Der Lkw war in Fahrtrichtung Mannheim kurz vor der Anschlussstelle Öhringen ( Baden-Württemberg ) aus bislang unbekannter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Er kippte um.
Der Transporter hatte eine Flüssigkeit der Gefahrgutklasse 3 geladen. Solche Flüssigkeiten geben brennbare Dämpfe ab. Diese können sich schon bei niedrigen Temperaturen entzünden. Dadurch besteht Brand- und teilweise Explosionsgefahr an der Unfallstelle. Welche Chemikalie sich genau in dem Lkw befand, war am Samstagmorgen noch nicht bekannt.
Direkt nach dem Verkehrsunfall wurde ein Gefahrenbereich von 150 Metern rund um die Unfallstelle eingerichtet. Ein Polizeisprecher: „Alle darin befindlichen Personen wurden aus dem Bereich und von der Autobahn gebracht.“ Die Flüssigkeit muss zunächst durch ein Spezialfahrzeug von BASF abgepumpt werden. Erst danach kann der umgekippte Lastwagen geborgen werden.
Der umgekippte Lkw blieb nicht der einzige Crash an der Stelle. Auf der Gegenfahrbahn kam es kurze Zeit später zu einem Folgeunfall mit vier Fahrzeugen. Dabei wurde ein Mensch leicht verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass der Unfall durch Gaffer ausgelöst wurde. Die Sperrung dauerte am frühen Samstagmorgen weiter an. Von Nürnberg kommend wurde der Verkehr bei Neuenstein abgeleitet, aus Richtung Heilbronn bei Öhringen.
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