Medaille für Courage: „Wegschauen ist keine Lösung“: Ehrung für mutiges Eingreifen
Ein Mann kommt morgens zur Arbeit - und greift er wie aus dem Nichts eine arglose Kollegin an.
Zwei Kollegen riskieren ihr Leben, um zu helfen - und werden nun mit anderen mutigen Helfern geehrt.
Der 1.
Juli vergangenen Jahres, kurz nach sieben Uhr: ein friedlicher Sommertag.
Volker Schmitt plaudert in seinem Büro beim Stromversorger Überlandwerk Rhön im unterfränkischen Mellrichstadt mit einer Kollegin.
Am Abend ist ein gemeinsames Grillen mit Kollegen geplant - es verspricht ein schöner Arbeitstag zu werden.
Doch Minuten später ist alles anders.
Ein junger Kollege stürmt herein und sticht mit einem Messer zielgerichtet auf die Kollegin ein.
Der Vorgesetzte, heute 57 Jahre alt, zögert nicht - er ruft um Hilfe und stürzt sich mit bloßen Händen auf den Angreifer. „Für mich war sofort klar, dass ich hier helfen muss“, sagt Schmitt heute.
Sein Kollege Walter Reininger eilt aus dem Nebenzimmer herbei, packt den Angreifer.
Auch das mutige Eingreifen der Kollegen kann die 59-jährige Kollegin nicht retten.
Sie stirbt an den zielsicher geführten Stichen.
Schmitt wird lebensgefährlich verletzt, überlebt nur durch eine mehrstündige Notoperation.
Auch Reininger trägt schwere Verletzungen davon.
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