Demokratie-Monitor: Mehr Niedersachsen sehen sich als rechts
Der Zustand der Demokratie in Deutschland macht immer mehr Menschen unzufrieden, die Mitte verliert Anhänger an die politische Rechte.
Jeder Zehnte ist sogar offen für eine Diktatur.
In Niedersachsen schätzen sich inzwischen mehr Menschen als politisch rechts ein als in den vergangenen Jahren.
Das ist eines der Ergebnisse des Niedersächsischen Demokratie -Monitors, der alle zwei Jahre von einer an der Universität Göttingen angesiedelten Forschungs- und Dokumentationsstelle erstellt wird.
Der Studie zufolge stieg der Anteil der Niedersachsen , die sich selbst als sehr rechts verorten, im Vergleich der Jahre 2023 und 2025 von 1 auf 5 Prozent.
Weitere 19 Prozent sehen sich als eher rechts.
Die Selbsteinschätzung genau in der Mitte blieb zwar die mit Abstand häufigste Antwort, sie ging aber von 49 auf 45 Prozent erneut zurück.
Der Anteil der Menschen, die sich als sehr links sehen, sank leicht von 6 auf 5 Prozent.
Für eher links halten sich 27 Prozent.
Warum die Autoren nicht von einem „Rechtsruck“ sprechen Die Autoren der Studie sehen in den Zahlen ausdrücklich keinen „Rechtsruck“, sondern eine „Rechtsverschiebung“.
Gemeint ist damit, dass der Anteil der Menschen links der Mitte stabil bleibe, während eine Abwanderung von der Mitte nach rechts stattfinde.
Die Wissenschaftler bezeichnen das als eine „asymmetrische Polarisierung“.
Auffällig ist in den Daten, dass sich ältere Menschen häufiger in der Mitte verorten als jüngere – und dass Frauen deutlich häufiger nach links tendieren als Männer und Männer deutlich häufiger als Frauen nach rechts.
Insbesondere bei den unter 40-Jährigen tritt dieser Geschlechterunterschied zutage.
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