Wälder: Gefährlicher Kurs: Länder holzen viel zu viel Regenwald ab
Bis 2030 wollten mehr als 100 Staaten die großflächige Abholzung stoppen.
Trotz eines Rückgangs im vergangenen Jahr ist der Abstand zum Ziel groß.
Eine Region entwickelt sich besonders kritisch.
Eigentlich sollte im Jahr 2030 Schluss sein mit der großflächigen Abholzung von Wäldern – das nahm sich zumindest ein breites Staatenbündnis vor.
Doch die Welt ist einer aktuellen Auswertung zufolge von diesem Kurs weit entfernt, wie die Beratungsagentur Climate Focus analysiert hat.
Mit Hilfe von Daten und Informationen von mehr als zwei Dutzend zivilgesellschaftlichen und Forschungsorganisationen hat Climate Focus eine Bestandsaufnahme erstellt, „Forest Declaration Assessment“ genannt.
Zwar habe es im vergangenen Jahr einen Rückgang der Entwaldung gegeben, schreiben die Autoren darin.
Das sei allerdings längst nicht ausreichend gewesen.
Auf dem Weltklimagipfel in Glasgow verpflichteten sich im Jahr 2021 mehr als 100 Staaten, die Zerstörung von Wäldern und anderen Landschaften bis 2030 zu stoppen.
Wälder gelten als die Lunge unseres Planeten, sie nehmen etwa ein Drittel der jährlich vom Menschen ausgestoßenen CO2-Emissionen auf.
Weniger Abholzung in 2025 – aber noch immer viel zu viel Im vergangenen Jahr wurden der Analyse von Climate Focus zufolge 7 Millionen Hektar Wald abgeholzt – was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von 15 Prozent entspricht.
Zwischen 2018 und 2020 wurden laut dem Bericht im Schnitt 8,3 Millionen Hektar pro Jahr abgeholzt.
Diesen Wert nutzt das Autorenteam des Berichts als Referenzwert, um Fortschritte – beziehungsweise das Ausbleiben von Fortschritten – zu messen.
Zwischen 2021 und 2024 sei die Entwaldung kaum vom Niveau der Vorjahre abgewichen.
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