„Er ist mental nicht bereit“ - Diaby-Deal wird zum Kaugummi-Transfer
Leverkusen – Kommt Moussa Diaby (27) noch oder nicht? Das ist die spannendste Frage bei Leverkusens Kaderplänen. Der französische Rechtsaußen bleibt Bayers Wunschspieler. Doch der Diaby-Deal hat sich längst zum Kaugummi-Transfer entwickelt – mit einem weiterhin völlig offenen Ausgang.
Leverkusen hofft weiter, den geplanten Kauf abschließen zu können. Diaby soll nach drei Jahren zurück nach Leverkusen kommen und bis 2031 unterschreiben. Noch steht er bis 2029 beim saudischen Klub Al-Ittihad unter Vertrag und feilscht seit Wochen über die Abfindungszahlungen. Diaby soll jährlich zehn Millionen Euro netto verdienen. Leverkusen ist sich seit Wochen mit Diaby über einen Wechsel einig. Es ist weiter Geduld gefragt.
Beim 3:2 am Montagabend in der saudischen Pro League gegen Al-Hazem stand Diaby zum dritten Mal in Folge nicht im Kader von Al‑Ittihad. Er soll nicht verletzt sein. Macht er Druck? Der deutsche Trainer Jens Wissing (38) erklärte nach dem Spiel: „Die Antwort ist einfach. Wenn ein Spieler zu mir kommt und sagt, dass er mental nicht bereit ist, dann kann er nicht eingesetzt werden. Ich will Spieler, die bereit sind. In den kommenden Wochen haben wir ein sehr dichtes Programm. Wenn ein Spieler nicht zu 100 Prozent bereit ist, werde ich nicht auf ihn setzen.“
Die Fans von Al-Ittihad wollen ihren Liebling, den sie „die Gazelle“ nennen, auf keinen Fall verlieren. Diaby ist der Topspieler des Teams. Saudische Medien spekulieren, dass Al-Ittihad weiter auf der Suche nach einem Ersatz für Diaby sei. Ein Kandidat soll der Wolfsburger Mohamed Amoura (26) sein. Trainer Wissing sagte über die Kaderpläne seines Vereins: „Das Transferfenster ist noch offen und wir schauen, welche Optionen wir haben.“ Es scheint, als würde das Tauziehen um Diaby noch einige Tage weitergehen.
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