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Vom Gewand zur Tradition: Die bayerische Tracht im Wandel der Jahrzehnte

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Vom Gewand zur Tradition: Die bayerische Tracht im Wandel der Jahrzehnte

Das größte bayerische Volksfest klopft an - die Wiesn: Was es mit der bayerischen Tracht auf sich hat und wo ihre Wurzeln liegen.

Eine Spurensuche im Freistaat mit Blick ins Gebirge und auf Franken.

Pünktlich zum Start der Wiesn in München bietet sich jährlich das gleiche Bild: Tausende Menschen stürmen ab dem Moment der Eröffnung das Festgelände und strömen in die Zelte.

Fast ausschließlich tragen sie Dirndl und Lederhosen.

Die Trachtenmode ist vom weltweit größten Volksfest nicht wegzudenken.

Doch woher kommt sie und wofür steht sie bei den Trägern? Eine Spurensuche. „Das, was wir heute als bayerische Tracht im Kopf haben, trat seinen ersten Siegeszug im mittleren 19.

Jahrhundert an.

Zu dieser Zeit wurde in Bayern für die Tracht regelrecht Propaganda gemacht“, sagt Katrin Weber, Leiterin der Trachtenforschungs- und -beratungsstelle des Bezirks Mittelfranken.

Das Königshaus habe sich in Trachtenmode malen lassen und der Fremdenverkehr im Alpenraum sei aufgekommen - inklusive Postkarten mit Trachtenmotiven.

Landbevölkerung in den Bergen Doch was zu dieser Zeit bereits eine Mode war, hatte ursprünglich mit ganz Bayern überhaupt nichts zu tun, weiß Alexander Wandinger. „Die Lederhose trug früher die ländliche Bevölkerung in der alpinen Region“, sagt der Trachtenfachberater bei der Heimatpflege des Bezirks Oberbayern.

Erste Abbildungen von ihr würden aus der Zeit um 1800 stammen.

Das heute so populäre Kleidungsstück sei eine verkürzte Kniebundhose und habe sich über die Trachtenvereine in Bayern verbreitet.

Darin hätten sich ab etwa 1900 hauptsächlich junge Männer zusammengeschlossen.

Offizielles Ziel sei der Erhalt der Lederhose gewesen. „Wobei es natürlich auch um das Zusammensein und die Gemeinschaft ging“, sagt Wandinger.

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