„Chirurg“ war in Wirklichkeit Makler - Student (24) tötet sich nach Haartransplantation
Er träumte von einem vollen Bart – und bezahlte für diesen Wunsch mit seinem Leben. In Frankreich hat sich ein Student (†24) aus Verzweiflung über das Ergebnis einer misslungenen Haartransplantation das Leben genommen.
Für den Eingriff war der junge Mann im März von Frankreich nach Istanbul gereist. Der Eingriff kostete ihn 1300 Euro – ein Bruchteil dessen, was er in Frankreich bezahlt hätte. Doch die Operation wurde nicht von einem Chirurgen durchgeführt, sondern von einem Immobilien-Makler, der sich als Arzt ausgab.
Bei der Transplantation wurden ihm Haare vom Kopf ins Gesicht übertragen. Das Ergebnis war desaströs: Der Bart wuchs unregelmäßig, in einem unnatürlichen Winkel, die Stoppeln sahen aus wie Igelstacheln, so beschreibt es sein Vater. Und weiter: „Unser Sohn hatte Schmerzen, es brannte unter seinem Bart, hinter seinem Kopf, Tag und Nacht.“
Zurück in Frankreich begann der junge Mann, dessen Name der Redaktion bekannt ist, zu recherchieren und stellte fest: Der „Chirurg“, der ihn operiert hatte, ist in Wahrheit ein Immobilien-Makler. Und wusste offensichtlich nicht, was er tut.
Während sich der Student auf die Suche nach einem Arzt begab, der das Ergebnis wieder korrigieren konnte, entwickelte sich bei ihm durch das verpfuschte Ergebnis eine körperdysmorphe Störung – eine übermäßige Beschäftigung mit einer befürchteten körperlichen Entstellung. Die Krankheit kann zu schwerwiegenden Problemen im Alltag führen: sozialer Rückzug wegen übermäßiger Scham, Probleme im Beruf, sexuelle Hemmungen.
Tragisch: Als er schließlich einen Arzt in Belgien fand, der sagte, er habe „viel Schlimmeres“ gesehen und das Problem sei „leicht korrigierbar“, war der junge Mann bereits so tief in seine Depressionen gerutscht, dass er sich das Leben nahm, bevor der Eingriff stattfinden konnte. Drei Monate nach seiner Operation tötete er sich selbst in seinem Studentenzimmer.
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