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Nordsee-Überraschung: Subtropische Segelquallen erstmals auf Sylt entdeckt

Stern ·
Nordsee-Überraschung: Subtropische Segelquallen erstmals auf Sylt entdeckt

Weltweit heizen sich die Meere auf.

Das sind ideale Bedingungen für Segelquallen.

Die Spezies ist eigentlich in den Tropen heimisch.

Doch jetzt taucht sie auch anderswo auf.

Sie sehen aus wie kleine Segelboote und haben jetzt erstmals Kurs auf eine deutsche Küste genommen: Eigentlich sind die subtropischen Segelquallen (Velella velella), die am Sonntag auf der Insel Sylt angeschwemmt wurden, in viel wärmeren Gewässern zu Hause.

Doch nun sind sie offenbar im Zuge der Klimaerwärmung auch in die Nordsee gelangt, wie Rainer Borcherding von der Schutzstation Wattenmeer am Dienstag mitteilte. „Es ist unübersehbar, dass nicht nur das Land, sondern auch die Meere sich aufheizen“, so der Meeresbiologe. „Die Segelqualle ist ein harmloser Bote aus dem Süden, dem allerdings auch bald gefährliche Quallen folgen können.

Sowohl die Portugiesische Galeere als auch die Mittelmeer-Leuchtqualle können sehr schmerzhafte Verbrennungen verursachen, sobald sie bei uns auftauchen.

Die Segelqualle allerdings ist ein niedliches Naturwunder.“ Segelqualle noch nicht ausreichend erforscht Unter ihrem Körper haben die Tiere feine Tentakel, mit denen sie kleine Planktonkrebse und Fischlarven fangen.

Im Winter brauchen sie eine Wassertemperatur von etwa 14 Grad. „Die Qualle gibt winzige Tochterquallen ab, die etwa 1000 Meter tief ins Meer tauchen, sich dort paaren und dann an der Oberfläche neue Segelquallen bilden“, so Borcherding.

Ihren Namen verdankt die Segelqualle ihrem ungewöhnlichen Aussehen.

Die dunkelblauen Meerestiere besitzen einen ovalen, durchsichtigen Körper und ein auffälliges, dreieckiges Segel.

Damit lassen sie sich vom Wind über die Meeresoberfläche treiben.

Bereits Mitte Juli war ein ganzer Schwarm aus dem Atlantik an der Küste Schottlands angekommen.

Anfang August wurden die Tiere dann auch an der Westküste Dänemarks entdeckt.

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